OLDENBURG/BAD SCHWARTAU - Unruhe bei CeWe Color: Mehrere Medien in Schleswig-Holstein berichteten jetzt über Vorwürfe, dass sich der Oldenburger Foto-dienstleister bei der Anfang Januar angekündigten Schließung seines Standortes in Bad Schwartau mit dem Konkurrenten Fujifilm angeblich abgesprochen habe. Fujifilm hatte knapp vier Wochen zuvor das Aus für sein Foto-Großlabor im nahe gelegenen Kiel bekannt gegeben. „Hier drängt sich der Verdacht einer gesetzwidrigen Absprache mit dem Ziel der Marktbereinigung auf“, zitieren die „Kieler Nachrichten“ den Kieler Eurocolor-Betriebsrat und Anwalt Trutz Graf Kerssenbrock. In einem Brief appelliert Kerssenbrock an den für die Landeskartellaufsicht zuständigen Minister, Ermittlungen wegen des Verdachts kartellwidrigen Verhaltens aufzunehmen.

„An den Vorwürfen ist selbstverständlich nichts dran“, sagte CeWe-Sprecherin Hella Hahm am Montag auf Anfrage dieser Zeitung. Die CeWe-Entscheidung habe nichts mit dem Fuji-Beschluss zu tun. Entscheidend sei allein die wirtschaftliche Frage gewesen, welche künftige Struktur am meisten Sinn für die gesamte Unternehmensgruppe mache.