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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Was die Verschmelzung von OLB und BKB bedeutet

15.08.2018

Oldenburg Die Oldenburgische Landesbank (OLB) und die Bremer Kreditbank (BKB) schließen sich zusammen. Am Dienstag verkündeten die beiden Geldhäuser die Verschmelzung. Fragen und Antworten zu dem Zusammenschluss:

Was bedeutet die Verschmelzung grundsätzlich?

Die OLB und die BKB werden ein Institut. Auch das Bremer Bankhaus Neelmeyer, eine 100-prozentige Tochter der BKB, und die im Frühjahr von der Bremer Kreditbank übernommene Wüstenrot-Bank AG Pfandbriefbank sollen unter dieses gemeinsame Dach gestellt werden. Das neue Unternehmen tritt als OLB auf. Der Name BKB verschwindet. Dafür hätte unter anderem gesprochen, dass der Name OLB einen hohen Bekanntheitsgrad hat und die Marke regional fest verankert ist, erläuterte OLB-Sprecherin Britta Silchmüller.

Lesen Sie auch: Vorstandsvorsitzender Tessmann verlässt OLB

Unternehmenssitz des verschmolzenen Instituts wird nach Unternehmensangaben Oldenburg. Erhalten bleiben soll auch der Name des traditionsreichen Bremer Bankhauses Neelmeyer, das sich vor allem um Private Banking und Vermögensverwaltung kümmert. Formal vollzogen wird die Verschmelzung mit der Eintragung ins Handelsregister. Bei den beteiligten Banken hofft man, dass dieser Schritt bis zum Ende dieses Monats erfolgt.

Was versprechen sich die Banken davon?

OLB und BKB versprechen sich von der Verschmelzung viele Vorteile, unter anderem eine höhere Rentabilität und ein besseres Kundenangebot. „Die OLB kann sich stärker auf den Bedarf der Kunden fokussieren“, sagte Axel Bartsch, Aufsichtsratsvorsitzender der OLB und Vorstandschef der BKB. „Die Bank geht mit der dynamischen Veränderung des Marktes mit und wird nachhaltig rentabler.“ Zudem entstehe ein „Mehrwert für die Kunden“ durch ein größeres Angebot. Das verschmolzene Institut will sich auf vier Kernfelder konzentrieren, die auch die bisherigen Geschäftsmodelle der beiden Häuser widerspiegeln: Firmen- und Unternehmenskunden, Spezialfinanzierungen, Privat- und Geschäftskunden sowie Private Banking/Wealth Management.

Was ändert sich für  Kunden durch den Zusammenschluss?

„Die BKB-Kunden werden zu OLB-Kunden“, sagt OLB-Sprecherin Silchmüller. Bei ihnen ändern sich etwa künftig die Kontodaten. „Für die OLB-Kunden ändert sich dagegen nichts“, sagte die OLB-Sprecherin weiter. Kontodaten bleiben genauso erhalten, wie Bankkarten oder die jeweiligen Ansprechpartner bei der Bank. Durch den Zusammenschluss mit der BKB könnten Kunden in einigen Bereichen, in der etwa die BKB und das Bankhaus Neelmeyer ihre Stärken haben, von einem erweiterten Angebot profitieren.

Welche Folgen hat die Verschmelzung für Mitarbeiter?

Die OLB (1900 Mitarbeiter) übernimmt die Arbeitsverträge der BKB-Mitarbeiter (zusammen mit Neelmeyer rund 350). „Die BKB-Mitarbeiter werden zu OLB-Mitarbeitern“, sagt Silchmüller. Häufig gehen Verschmelzungen mit Stellenstreichungen einher, weil etwa in Zentralbereichen Doppelstrukturen abgebaut werden. Ob es auch in diesem Fall zum Jobabbau kommt, ließen die beteiligten Banken offen. „Das lässt sich heute noch nicht beantworten“, sagte Silchmüller. Prof. Dr. Stefan Janßen, Bankenexperte an der Jade-Hochschule, erwartet zumindest kurzfristig keine Einschnitte. „Die Frage des Stellenabbaus stellt sich vorläufig nicht“, sagte er dieser Zeitung. Denn viele Schritte im Zuge des Verschmelzungsprozesses, etwa die Schaffung einer einheitlichen IT-Plattform, würden enorme Kapazitäten binden.

Was sagen Experten zu den Plänen?

Bankenexperte Janßen bezeichnete den Zusammenschluss als „betriebswirtschaftlich und strategisch sinnvoll“. Es sei gut, aber auch nachvollziehbar, dass im Zuge der Verschmelzung der Name OLB erhalten bleibt. „Die OLB ist der große Ankerpunkt“, sagte er.

Wie geht es im Vorstand weiter?

Am Montag war bekanntgeworden, dass der bisherige OLB-Vorstandschef Patrick Tessmann die Bank mit Wirkung zum 31. August verlässt. Wer seine Nachfolge antritt, ist noch offen. Der Aufsichtsrat wolle in Kürze über die Nachfolge entscheiden, hieß es. Der Posten des Ende 2017 ausgeschiedenen OLB-Risikovorstands Dr. Thomas Bretzger ist bis heute nicht neu besetzt worden. Dem OLB-Vorstand würden nach dem Ausscheiden Tessmanns noch zwei Mitglieder angehören: Karin Katerbau und Hilger Koenig. Da eine Bank mit der Größe der neuen OLB auf längere Sicht kaum mit nur zwei Vorständen geführt werden kann, ist eine Aufstockung wahrscheinlich. Eine naheliegende Lösung wäre, dass die beiden bisherigen BKB-Vorstände Axel Bartsch und Jens Rammenzweig in den Vorstand des verschmolzenen Geldhauses berufen werden.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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