OLDENBURG - OLDENBURG - Der Abriss der Skulptur „Raumverzerrung und Wandlung“ an der Elisabethbrücke entpuppte sich am Sonnabend als ein echter Publikumsmagnet. „Ein Abriss ist ja immer interessant“, meint denn auch der Künstler Peer Holthuizen selbst. Er trauerte dem Abriss seines 4,5 Tonnen schweren Holzskulptur aber keineswegs nach. „Für mich ist das der Höhepunkt fürs Kunstwerk. Der Abriss gehört dazu. Er ist eine Art Performance.“
Gesichert durch einen Lastkran wurde die Holzkonstruktion Stück für Stück zersägt, so dass die einzelnen Teile sicher abgeseilt werden konnten. „Eigentlich wollten wir das komplette Kunstwerk einfach von der Brücke fallen lassen. Das war uns bei dieser Konstruktion aber dann doch zu gefährlich“, erklärte Wolfgang Claußen vom Fachamt für Tiefbau, der die Demontage leitete.
Wie die meisten der Schaulustigen war auch Heike Sieling mit ihrer Familie zufällig an der Elisabethbrücke vorbeigekommen. „Es ist zwar nicht das schönste Kunstwerk, aber ich finde es trotzdem schade, dass es jetzt abgerissen wird“, sagt die Oldenburgerin.
Rita Heinemann ist dagegen ganz gezielt zum Abriss gekommen. „Ich arbeite hier ganz in der Nähe, darum hat mich dieses Kunstwerk tagtäglich begleitet“, erzählt die Oldenburgerin. Zur Erinnerung machte sie noch ein paar Fotos. Traurig über den Abriss ist sie aber nicht. „Man muss ja nicht alles ewig aufheben.“
Nach zwei Stunden war vom Kunstwerk dann nur noch ein riesiger Berg Holz übrig. Über den können sich die Oldenburger freuen. „Wer möchte, kann sich ein paar Teile des Kunstwerks mit nach Hause nehmen und als Anmachholz für seinen Kamin verwenden“, lachte Holzhuizen.
Nachdem seine Arbeit Vergangenheit war, kann nun härteres Material abgerissen werden – der Rest der Elisabethbrücke aus Beton.
