OLDENBURG - Niedersachsen nimmt an der „Kehrtwende an den Agrarmärkten“ teil. Die Land- und Ernährungswirtschaft sei „gut aufgestellt“, konstatierte Landes-Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) am Donnerstag bei der Versammlung der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in Oldenburg. Die Branche habe „Aussicht auf deutlich verbesserte Rahmenbedingungen“. Lange sei man „in der Tretmühle“ gewesen – steigende Produktionsmengen seien von sinkenden Erzeugerpreisen aufgezehrt worden.

Ehlen forderte von der EU-Kommission „ein deutliches Signal für einen geordneten Ausstieg aus der Milchquotenregelung“. Die in dieser Wochte unter dem Titel „Gesundheits-Check“ gemachten Vorschläge gingen „in etlichen Punkten über das hinaus, was wir in Niedersachsen für verkraftbar halten“. Ehlen stellte auch das EU-Programm „Profil“ zur Stärkung des ländlichen Raumes vor.

Der Vorstandsvorsitzende der KWS Saat AG, Philip von dem Bussche, rief die EU und die USA auf, ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Wettbewerbern etwa in Südamerika zu stärken. Die Senkung der Stückkosten durch steigende Erträge müsse im Vordergrund stehen. „Erhebliche Produktivitätspotenziale könnten durch die Anwendung gentechnisch verbesserter Sorten erzielt werden.“