OLDENBURG - Die Taxifahrer in der Stadt wollen Leukämie-kranken Patienten helfen. An diesem Mittwoch, 28. Mai, schließen sie sich einer bundesweiten Initiative des Taxi- und Mietwagenbundes mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) an. Einen Tag lang werden 30 Taxis von morgens früh bis in die Nacht mit roten DKMS-Flaggen in Oldenburg unterwegs sein. Hans-Günther Bartels, der mit dem Taxiring die Aktion ebenso unterstützt wie etwa die Adolf Würth GmbH, sagte am Montag: „Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, zu spenden. Je mehr Spender sich zur Verfügung stellen, desto größer ist die Chance, dass geholfen werden kann.“

Im vergangenen Jahr hatte sich Holger Harms (42) im Schulzentrum an der Alexanderstraße an der Typisierungsaktion für Mike Schnase beteiligt – und inzwischen mit seinen Stammzellen einer an Leukämie erkrankten älteren Dame in Deutschland helfen können. Harms sagt: „Es ist eine der einfachsten Möglichkeiten, einem, der wirklich in einer lebensbedrohlichen Situation ist, helfen zu können. Der geringe Aufwand steht doch in keinem Verhältnis zum möglichen Erfolg.“ Ohnehin müsse man „keine Angst vor der Spende haben“, zumal das Stammzellmaterial heute in aller Regel ohne eine Knochenmarkpunktierung einfach aus dem entnommenen Blut gewonnen werde.

Nach Angaben der DKMS haben sich seit Gründung der Datei im Jahr 1996 bereits 9561 Oldenburger typisieren lassen, 79 von ihnen konnten dadurch eine zweite Lebens-Chance geben. An diesem Erfolg war auch die „Ständige Einrichtung“ der Spenderdatei im Pius-Hospital beteiligt.

Mehr Infos unter www.dkms.de