OLDENBURG/BERLIN/HANNOVER - Gegen die in dieser Woche bekannt gewordenen Schließungspläne für den Standort Oldenburg der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung Niedersachsen-Bremen (LSV, Hannover/Oldenburg) regt sich immer mehr Widerstand. Mehrere Mitarbeiter, die ungenannt bleiben wollten, appellierten gegenüber dieser Zeitung an Politiker und Gewerkschaften, „sich einzumischen“. Die LSV müsse in einer agrarisch geprägten Region wie dem Nordwesten vertreten bleiben. Für viele der insgesamt gut 100 Mitarbeiter komme eine Arbeit bzw. ein Umzug in Hannover nicht in Frage.

Die Oldenburger Bundestagsabgeordnete Gesine Multhaupt (SPD) forderte dazu auf, „kritisch zu hinterfragen, ob sich die gewünschten Einsparungen ergeben“. Durch fehlende Präsenz in der Fläche und Zentralisierung entstünden „neue Kosten“. Und sie gingen „zulasten der Landwirte und Unternehmen“. Multhaupt, die sich bereits 2006 eingeschaltet hatte, forderte den Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses des Bundestages, Bernhard Brinkmann (CDU), zu einem Gespräch auf.

Die LSV-Planungen dürften „nicht einseitig zulasten des Nordwest-Raumes“ gehen, forderte der Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann (SPD). Krogmann rief die Landesregierung zum Handeln auf. Es müsse ein Konzept her, dass die Anforderungen eines Flächenlandes erfülle.