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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mit fliegendem Klassenzimmer zur „job4u“

15.09.2018

Oldenburg IHK-Präsident Gert Stuke fasste gleich zu Beginn der Ausbildungsmesse „job4u“ in Oldenburg mal die große Lage am Lehrstellenmarkt zusammen: „Sie können sich Ihren Ausbildungsplatz aussuchen“, bescheinigte er dem jugendlichen Publikum. Jedoch solle man sich „breit informieren“. Und: „Wenn es dazu die ,job4u‘ nicht gäbe, dann müsste man sie erfinden“, meinte der Kammer-Chef zur Eröffnung in den Weser-Ems-Hallen.

Doch dieses Format für Berufsorientierung und Lehrstellen ist längst fest etabliert – nach elf Runden, mit Zehntausenden Gästen. Messe-Managerin Iris Krause freut sich: Schüler kommen immer besser (im Unterricht) vorbereitet zur „job4u“. Die spektakulärste Anreise in diesem Jahr: Sechs Schüler von Wangerooge flogen früh morgens mit Lehrer Peter Kuchenbuch-Hanken und Schulleiter Uwe Osterloh zum Festland – quasi als „fliegendes Klassenzimmer“. Man fuhr mit Privatwagen nach Oldenburg, abends ging es mit der Fähre zurück zur Insel. Dazwischen: ein informativer Rundgang.

Gleich rechts vom Eingang zur Messe wird man vom Azubi-Team der Baumschule zu Jeddeloh (Ammerland) empfangen – mit einem Quiz. „Welches Tier ist nötig, um an einem Obstbaum Früchte zu erzeugen?“, fragen Sophia Grundmann, Matthias Feldhoff und Tim Geers. „Wir wollen junge Leute für unseren Beruf begeistern“, sagt Ausbilderin Isa Kuhlmann. Auch für Baumschulen ist es nicht mehr so einfach. Bei zu Jeddeloh gibt es tolle Projekte, wie den „Green Consultant“ mit Azubi Jannis Klopp.

Um eine ganz andere – technische – Materie geht es nebenan bei der Technologiefirma Vogelsang aus Essen (Kreis Cloppenburg). „Unsere Ausbildung ist sehr vielfältig“, erzählen die Azubis Maximilian Haase (Feinwerkmechaniker) und Kevin Höhne (Fachinformatiker). Sie haben eine ausgeklügelte Drehkolben-Pumpe mitgebracht.

Technik – da klagen viele Firmen über Nachwuchsmangel. Warum nicht mehr junge Frauen gewinnen? Wie der Oldenburger Fachgroßhandel Famo, wo Theresa Vehndel ein duales Studium absolvierte – und nun als Personalentwicklerin auf der „job4u“ ist. Auch der Flugzeugbau-Zulieferer Deharde aus Varel (Friesland) zeigt, wie es geht: mit einem Praktikum, das begeistert und zeigt, ob Betrieb und Kandidat/in passen. So war es auch bei Teodora Carmen Stuparu. Mit dem Team um Hans-Ulrich Meier und Heiko Claußen präsentiert sie ihren Ausbildungsberuf: Zerspanungsmechanikerin.

„Spannend“ findet auch Alexandra Fröbel ihre Ausbildung bei Fischer & Plath. Dort dreht sich alles um Dichtungen. Die Oldenburgerin fährt jeden Tag mit dem Auto nach Elsfleth – so etwas gehe, „weil die Ausbildung Spaß macht“.

Mindestens so begehrt wie in technischen Betrieben ist Nachwuchs in der Pflege. Interessanter Oldenburger Ansatz auf der „job4u“: Mehrere regionale Kliniken präsentieren Berufe gemeinsam, wie Pflege-Lehrerin Ulrike Frers und Anouk Böseleger (Evangelisches Krankenhaus), Aysel Beyaz (Klinikum) und die Sander Dozentin Carola Dargel-Lapp (Hanse) zeigen. Es gehe ja um dieselben Berufe. Das lasse sich gut bündeln. Verwiesen wird auch auf interessante Spezialisierungen als Assistentin für Operationen (OTA) und Anästhesie (ÄTA).

Die Vielfalt der Ausbildungen zeigt auch die NWZ–Mediengruppe auf. Hier kann man auch Mechatroniker (WE-Druck) und Kaufmann für Büromanagement (Citipost) werden. „Besonders vielseitig ist die Ausbildung zu Medienkaufleuten“, sagt Ausbildungsleiterin Doreen Jess.

Auch sie registriert reges Interesse – wie viele andere auf der „job4u“, die an diesem Samstag fortgesetzt wird (10 bis 16 Uhr). „Wir freuen uns auf viele junge Leute mit ihren Eltern“, sagte Dr. Tomas Hildebrandt von der federführenden IHK. Schon am Freitag habe quasi „Volksfeststimmung“ geherrscht.


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Rüdiger zu Klampen
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Wirtschaftsredaktion
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