OLDENBURG - Wer sich für Kinder entscheidet, hat es noch immer nicht leicht, die Familie und das Berufsleben miteinander zu vereinbaren. Die EWE stellte sich diesem Problem und bietet ihren Mitarbeitern fortan Betreuung ihres Nachwuchses in der konzerneigenen Kindertagesstätte Biberburg an.

Nachdem bereits seit Anfang August die ersten Kinder das Haus erobert hatten, wurde am Sonnabend der erste Oldenburger Betriebskindergarten feierlich eröffnet.

„Die steigende Geburtenrate darf nicht den Beigeschmack einer beruflichen Sackgasse haben“, sagte EWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker in seiner Begrüßungsrede. „Und für das Unternehmen ist es enorm wichtig, dass qualifizierte Fachkräfte nicht für längere Zeit ausfallen müssen.“ Darum seien die Öffnungszeiten den Belangen der Eltern angepasst.

Oberbürgermeister Gerd Schwandner lobte den familienfreundlichen Einsatz. „Oldenburg ist stolz auf das Unternehmen EWE und erwartet Innovationen. Die Biberburg ist so eine Innovation“, sagte er. „Die Ansprüche der Berufswelt in einer globalisierten Welt werden immer höher. Es verlangt ein besonderes pädagogisches Konzept, um die Kinder gut darauf vorzubereiten.“

Darum steht die frühkindliche Förderung im Mittelpunkt der Arbeit der 18 Erzieherinnen. In kleinen Gruppen können die insgesamt 74 Kinder in Krippe, Kindergarten und Hort spielerisch die Welt entdecken. In Kinderküche, Werkstatt, Atelier, Gewächshaus und Labor können sie ihre Kreativität und Experimentierfreude ausleben.


Auch die musikalische Früherziehung und das Erlernen von Fremdsprachen gehören zum pädagogischen Konzept. „Wenn alle 20 Jahre ein Nobelpreisträger aus der Kita hervorgeht, bin ich zufrieden“, scherzte Dr. Werner Brinker.

Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, zeigte sich von der Biberburg begeistert. „EWE ist bei der Familienfreundlichkeit in ganz Deutschland ein Trendsetter“, sagte er. „Die frühkindliche Bildung ist für ein zukunftsfähiges Land wichtig. Deutschland hat da Nachholbedarf, aber auch die Kinder haben einen Anspruch darauf.“

Die Kinder scheinen sich in ihrer Biberburg bereits wohlzufühlen: „Wenn die Kinder weinen, wenn sie nach Hause sollen, haben wir nicht viel falsch gemacht“, schmunzelte Dr. Werner Brinker.