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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bilanz Bei „Öffentliche Oldenburg“: Stürme ziehen an Oldenburger Land vorbei

23.02.2019

Oldenburg Wenn die Vorstandsmitglieder der „Öffentliche Oldenburg“ bei Dunkelheit unterwegs sind und einer Menschengruppe beim Boßeln oder einer Kohlfahrt begegnen, sehen sie das oft mit gemischten Gefühlen: Längst nicht jeder ist im Dunkeln für Autofahrer leicht zu erkennen: „Mit Warnwesten ließe sich mancher Unfall mit schweren Personenschäden vermeiden“, formulierte Dr. Ulrich Knemeyer eine Aufforderung an alle Teilnehmer solcher Aktionen. Und auf noch einem Gebiet sieht der Vorstandsvorsitzende des Regionalversicherers Nachholbedarf: Viel zu wenig Häuser seien gegen schwere Naturereignisse wie Sturmflutfolgen versichert. Klimawandel werde „eine der neuen Aufgaben der Branche“, hieß es, mit Themen wie Starkregen, Sturm, Frost oder extreme Dürre. Nötig sei oft eine umfassende „Elementarschaden-Absicherung“, so Knemeyer.

Da bleibt also noch Potenzial. Im Kern ihres Geschäftes haben die Oldenburger – bestehend aus Lebensversicherungsanstalt und Landesbrandkasse – schon sehr hohe Marktanteile erreicht: Jedes dritte Haus (Anteil: 37,1 Prozent), jeder vierte Hausrat (24,4) und jedes sechste Auto (17) sind bei der Öffentliche Oldenburg unter Vertrag, wie der Vorstand am Freitag bei der Bilanzvorlage in Oldenburg erläuterte.

Das Jahr 2018 ist gut gelaufen. Die gesamten Bruttobeiträge für die 992 777 (Vorjahr: 992 337) Versicherungsverträge stiegen um 2,8 Prozent auf knapp 246 Millionen Euro, getragen von Schaden- und Unfallversicherung wie auch der Lebensversicherung, die über die 80 eigenen Geschäftsstellen sowie die LzO und die Sparkasse Wilhelmshaven vertrieben werden.

Die Gesamtbilanz formulierte Knemeyer so: „Der Kapitalmarkt ist weiterhin von historischen Niedrigzinsen und politischen Unsicherheiten geprägt. Zunehmend wirken sich extreme Wetterereignisse auf das Versicherungsgeschäft aus. Daher können wir mit 2018 mehr als zufrieden sein.“

Brand bei Lürssen

Der spektakulärste Brand in der Region war 2018 an einer Luxusjacht auf der Lürssen-Werft (Bremen/Lemwerder). Hier entstand ein Schaden von wohl 600 Millionen Euro. Zwar kamen hier auch Feuerwehrleute aus dem Oldenburgischen zum Einsatz, die „Öffentliche“ war aber nicht unter den Jacht-Versicherern. Man spüre jedoch die anziehenden Rückversicherungsprämien nach so einem Fall, so Vorstandsvorsitzender Ulrich Knemeyer.

Bei einem Nebenaspekt des Feuers muss man allerdings zahlen: Ein Betrieb, der wegen des Brandes Möblierungsarbeiten mit Holz nicht wie geplant vornehmen konnte, hatte eine Ausfall-Versicherung bei der Landesbrandkasse.

Die beiden Standbeine des Versicherers im Detail:

Die Oldenburgische Landesbrandkasse (LBK) steigerte die Beitragseinnahmen um 1,5 Prozent auf 164,2 Millionen Euro. Das stärkste Wachstum trug der Bereich Wohngebäude (5,0 Prozent) bei, hier ist man „mit Abstand“ Marktführer. Aber auch Unfallversicherung (3,8) und Hausrat (3,3) legten deutlich zu. Weniger Geld kam dagegen in der hart umkämpften Kfz-Sparte herein (minus 1,8 Prozent). Hier ist die LBK dabei, unrentables Großflotten-Geschäft zu „bereinigen“.

Besonders erfreulich für das Gesamtergebnis: Bei der Schadenquote wurde ein Tiefstwert seit 1994 erreicht (72 Prozent). Zwar ließ Frost im März den Leitungswasser-Schaden steigen, jedoch: „Die großen Stürme zogen 2018 am Oldenburger Land weitgehend vorbei“, so der Vorstand.

Die Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg verbuchte 81,8 Millionen Euro an Beiträgen – ein Plus von 5,5 Prozent. Motor waren Lebensversicherungen gegen Einmalbeitrag. Die finanzielle Altersvorsorge sei neben Klimawandel „ein Megathema“, so Knemeyer.

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Impulse setze das Betriebsrentenstärkungsgesetz der Bundesregierung. Man setze es in der Region um. Das Neugeschäft in der Lebensversicherung wuchs 2018 um 18,6 Prozent auf 158,4 Millionen Euro Beitragssumme, 40 Prozent davon entfielen auf die betriebliche Altersvorsorge. Arbeitgeber steuern in der Regel einen Anteil bei.

Der Bestand an Lebensversicherungsverträgen wuchs 2018 um 4,7 Prozent auf 116 866 (Stornoquote: 2,6 Prozent). Zum Vergleich: Bundesweit sank der Vertragsbestand um 1,5 Prozent.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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