Oldenburg - Die regionale Wirtschaft engagiert sich immer stärker beim Ausbau der Forschungskapazitäten zu Zukunftsthemen an Hochschulen des Nordwestens. Ziel: mehr Innovationen, die für Betriebe der Region von Bedeutung sein können.

Jüngstes Beispiel: Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) plant die Förderung einer Stiftungsprofessur an der Universität Vechta – unter Einbeziehung weiterer Institutionen der Umgebung. Das kündigten IHK-Präsident Gert Stuke und Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Hildebrandt am Dienstag in Oldenburg an. Arbeitstitel der Professur sei das „Veränderungsmanagement im ländlichen Raum“. Pro Jahr könnten rund 200 000 Euro fließen, insgesamt eine Million Euro über fünf Jahre.

Die Wirtschaft in Weser-Ems hat bereits diverse Professuren an Hochschulen im Nordwesten unterstützt oder hat dieses vor. Themen sind etwa „Entrepreneurship“ und „Künstliche Intelligenz“ (Oldenburg), „Insurance, Bank & Finance“ (Wilhelmshaven) oder einst Maschinenbau (Emden/Leer).

„Wir haben es mit einer veränderten Geschwindigkeit von Entwicklungen zu tun“, erläuterte Hildebrandt den Hintergrund für das Engagement. Es seien mehr Innovationen nötig. Die IHK wolle dazu beitragen, dass sich die Rahmenbedingungen für den regionalen Mittelstand verbessern .

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)