Oldenburg/Brake/Wildeshausen - Am Freitag haben sie in Bremen den Verkehr lahm gelegt, am Samstag gehen sie auf die Verbraucher zu: Viele Landwirte haben genug von immer neuen bürokratischen Auflagen und politischen Entscheidungen, die sie mehr als Teil des Problems, denn als Lösung betrachten. Dutzende Gummistiefel wurden am Samstagmorgen am Lefferseck aufgestellt. Sie sind beschriftet mit Wünschen und Anmerkungen von Landwirten und deren Familienangehörigen. „Jeder Zettel steht für eine bestimmte Generation und konkrete Situationen“, sagt Thale Luisa Alfs vom Kreislandvolkverband Oldenburg. „Kinder, Eltern, Senioren – alle sind betroffen.“
Landwirt Hartmut Seetzen aus Varel/Neuenwege verweist darauf, dass Kunden an der Theke entscheiden. „Wir lassen Kühe auf der Weide und bieten Weidemilch an.“ Doch die Nachfrage sei geringer als das Angebot. „Da wird dann doch oft zur Milch gegriffen, die 20 Cent weniger kostet.“
Landwirt Renke Dählmann aus Hude sagt: „Veränderung in der Agrarwirtschaft muss sein; das sagen wir auch. Aber die Frage ist das ,wie’.“ Antworten auf diese Fragen gibt’s bis 15 Uhr am Samstag am Lefferseck.
