OLDENBURG/BREMEN - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen haben Beschäftigte in Krankenhäusern in Niedersachsen und Bremen am Donnerstag vorübergehend die Arbeit

niedergelegt. In beiden Bundesländern protestierten nach Angaben der

Gewerkschaft "Verdi" rund 3000 Mitarbeiter für mehr Gehalt. In

insgesamt 21 kommunalen Krankenhäusern gab es Warnstreiks, in

weiteren 19 Häusern kleinere Protestaktionen.


Bilder vom Warnstreik am Oldenburger Klinikum

Schwerpunkte der

Warnstreiks in der Region waren Oldenburg,

Norden, Aurich, Bremen und Bremerhaven. Im Oldenburger Klinikum standen am Donnerstag ab 11 Uhr die Zeichen auf Streik. Über dem Hauptportal prangte ein großes Transparent: „Krankenhäuser lassen sich nicht abhängen – 8 Prozent für uns.“ Vor dem Eingang versammelten sich etwa 200 der insgesamt 2300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie kommen vornehmlich aus der Pflege, Hauswirtschaft und Technik und folgten dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft "Verdi" und der Komba.

„Jetzt reicht es uns“ ist auf Transparenten zu lesen oder „Wir lassen uns nicht hinhalten.“ Das sieht auch Krankenpfleger Michael Albert so. Er ist Betriebsrat und sagt, man habe lange genug verzichtet. „Alles wird teurer, und wir haben – auf den Reallohn bezogen – sogar Einbußen hinnehmen müssen in den letzten Jahren“, meint er und fordert seinen Teil am Aufschwung.

Am 25. Februar kommen die Tarifpartner wieder zu Verhandlungen zusammen.