OLDENBURG/BREMEN - Freitag, 22 Uhr, Bahnhof Bremen-Oberneuland: Eine 48-jährige
Frau läuft torkelnd über den Bahnsteig. Sie droht ins Gleis zu
stürzen. Der Fahrdienstleiter informiert rechtzeitig die Polizei. Sonnabend, 10.25 Uhr, Hauptbahnhof Bremen: Ein 36-jähriger Mann
liegt volltrunken auf einem Bahnsteig. Er wird ärztlich untersucht
und schläft danach im Gewahrsamsraum seinen Rausch aus. Sonntag, 13:20 Uhr, nahe Oldenburg: Ein 55-jähriger Mann läuft
betrunken auf den Gleisen und zwingt den Lokführer eines
Regionalexpress zur Notbremsung. Niemand wird verletzt.
Diese Vorfälle registrierte die Polizei am vergangenen Wochenende. Deshalb machen die Beamten darauf aufmerksam, dass sich die Betroffenen in bestimmten Fällen auch in akuter Lebensgefahr befinden können - besonders beim Aufenthalt auf Bahnsteigen und auf Gleisanlagen. "Die
Abkürzung über die Schienen endet oft tödlich", so die Polizei.
Allerdings sollten Betrunkene nicht direkt angesprochen werden. "das kann man von keinem Unbeteiligten erwarten. Betrunkene Menschen können unberechenbar sein. Wir wünschen uns aber schon mehr Zivilcourage. Entscheidend ist, dass die Polizei oder Personal der Deutschen Bahn so schnell wie möglich über die Gefahr unterrichtet werden. Dann können wir entsprechend reagieren", sagte Ralf Göttner, Pressesprecher der Polizeidirektion Hannover, im Interview mit der NWZ .
Das ausführliche Interview lesen Sie am Mittwoch in Ihrer NWZ.
