OLDENBURG/BREMEN - Mit einer Resolution wird der Anspruch auf Anerkennung als europäische Metropolregion untermauert. Die Entscheidung fällt am 28. April in Berlin.
Von Hans Drunkenmölle
OLDENBURG/BREMEN - Kommunen und Wirtschaftskammern im Nordwesten wollen die Region durch einen gemeinsamen Außenauftritt profilieren, positionieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit auf nationaler und internationaler Ebene verbessern: Mit einer gemeinsamen Resolution, die am kommenden Dienstag im Schloss zu Jever unterzeichnet wird, soll die Anerkennung der „Europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg“ durch die am 28. April in Berlin tagende Ministerkonferenz für Raumordnung vorangetrieben werden. Der Nordwesten will sich damit seinen Anteil am Kuchen zukünftiger EU-Förderung sichern, die sich ab 2007 nicht mehr an den Schwächen, sondern an den Stärken einer Region orientiert.Da kann der Nordwesten „dicke Pfunde“ in die Waagschale werfen. Als Merkmale eines ökonomischen Profils nennt die Resolution neben Logistik und Hafenwirtschaft industrielle Schwerpunkte wie Raumfahrt-, Ernährungs-, Auto- und Chemie-Industrie.
Daneben wird die große Bedeutung als Wissenschaftsstandort hervorgehoben, der nicht nur durch die Universitäten Bremen und Oldenburg geprägt wird: Dazu zählen weitere zehn Hochschulen, wissenschaftliche Institute und Kompetenzzentren im Bereich Ernährungswirtschaft, Lebensmitteltechnologie, marine Biotechnologie und Informationstechnik.
Hervorragend angebunden sieht sich die Region an internationale Verkehrswege im Transit nach Skandinavien, Osteuropa und den Benelux-Staaten. Als besondere Stärken werden der internationale Flughafen Bremen als Drehscheibe für den Luftverkehr, Bremen/Bremerhaven als zweitgrößter deutscher Seehafen, Wilhelmshaven als größter Ölhafen Deutschlands und das planerisch fast abgeschlossene Zukunftsprojekt Jade-Weser-Port genannt.
Das Zusammenwachsen der Metropolregion Bremen/Oldenburg sei jedoch „kein Selbstläufer“, erklärte gestern Ammerland-Landrat Jörg Bensberg als Vorsitzender der Strukturkonferenz Land Oldenburg, in der die sechs Landkreise und drei kreisfreien Städte des Oldenburger Landes organisiert sind. „Wir müssen daran arbeiten, die neue Allianz in den Köpfen und Herzen der Menschen dieser Region zu verankern und den Gesamtraum zu harmonisieren“, sagte Bensberg.
„Das Zusammenwachsen ist kein Selbstläufer“
Jörg Bensberg
