OLDENBURG/BREMEN/WILHELMSHAVEN - An den Häfen wird gezielter kontrolliert. Die Polizei hat den Schutz britischer, italienischer und dänischer Einrichtungen intensiviert.
Von Steffen Szepanski
OLDENBURG/BREMEN/WILHELMSHAVEN - Mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen ist in der ganzen Region auf die Anschläge in London reagiert worden. Schon am Donnerstag hat die Polizei mit erhöhter Aufmerksamkeit für den Schutz britischer Einrichtungen in der Region gesorgt. Am Bremer Flughafen treten die Mitarbeiter der Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) mit schwererer Bewaffnung den Dienst an, und in den Häfen der Region stehen die britischen Schiffe unter besonderem Schutz.„Uns ist bewusst, dass Anschläge überall möglich sind“, sagt der Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, Hans-Jürgen Thurau. „Wichtig ist aber auch, dass der Bereich der Polizeidirektion Oldenburg nicht zu den am stärksten gefährdeten Gebieten in Deutschland und darüber hinaus gehört.“ Dennoch habe man mit erhöhter Aufmerksamkeit, besonders im Bereich britischer Einrichtungen, auf die Anschläge reagiert.
„Wir haben die Sicherheitslage hochgefahren“, berichtet Klaus Engemann, Pressesprecher des niedersächsischen Innenministeriums. An die Dienststellen der Polizei in Niedersachsen sei der Runderlass ergangen, vor britischen, italienischen und dänischen Einrichtungen häufiger Streife zu laufen. „Verstärkte Bestreifung“, so Engemann, „gibt es auch im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs.“ Die Bundespolizei zeigt auf Bahn- und Flughäfen verstärkt Präsenz.
Am Bremer Flughafen sei den Fluggästen aufgefallen, dass die Mitarbeiter der Bundespolizei zurzeit mit Maschinenpistolen bewaffnet sind, berichtet Kristina Költzsch aus der Presseabteilung des Airports Bremen. Wie gut man auf Anschläge vorbereitet sei, habe am Mittwoch die schnelle Evakuierung des Terminals 3 (und 2 zur Hälfte) gezeigt. Ein „herrenloses“ und, wie sich später herausstellte, harmloses Gepäckstück hatte die Aktion ausgelöst. Der Flugverkehr nach London sei nicht beeinträchtigt und selbst am Donnerstag normal betrieben worden.
Günter Heemann, Leiter des Wasserschutzpolizeiamtes Niedersachsen, berichtet, dass der Schutz britischer Schiffe in niedersächsischen Häfen und der Übungsgebiete des britischen Militärs an Wasserstraßen erhöht wurde. Dr. Michael Ahrens, Geschäftsführer der Niedersächsischen Hafenvertretung, weist darauf hin, dass „die Häfen sowieso über hohe Sicherheitsstandards verfügen“.
