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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Gorch Fock“-Ermittlungen laufen in Oldenburg zusammen

25.01.2019

Oldenburg /Bremerhaven In der möglichen Korruptionsaffäre um die Sanierung des maroden Segelschulschiffs „Gorch Fock“ laufen die Ermittlungen der Justiz in Oldenburg zusammen. Bei der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) ist auf Weisung der zuständigen Staatsanwaltschaft Osnabrück die Ermittlungsgruppe „Wasser“ installiert worden. Das bestätigte am Donnerstag auf NWZ-Anfrage Polizeipräsident Johann Kühme. Nach Kühmes Worten nahmen die in der Ermittlungsgruppe tätigen Spezialisten bereits im Dezember ihre Arbeit auf, unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe.

Die ZKI in Oldenburg wird immer dann eingesetzt, wenn es um herausragende Wirtschaftskriminalität und Korruption geht. „Über den Stand der Ermittlungen darf ich keine Angaben machen. Das bleibt einzig und allein der Staatsanwaltschaft Osnabrück vorbehalten“, erklärte Kühme. Dort waren am Donnerstag keine weiteren Einzelheiten zu erfahren. Fachleute glauben jedoch, dass die Ermittlungen noch ganz am Anfang stehen.

Die „Gorch Fock“ der Deutschen Marine liegt, wie berichtet, seit drei Jahren in einem Dock der Bremerhavener Bredo-Werft. Dort soll ein Elsflether Werftbetrieb die Reparatur des Windjammers erledigen. Hatte man im Bundesverteidigungsministerium zunächst Gesamtkosten von zehn Millionen Euro kalkuliert, belaufen sich die Forderungen heute auf mehr als 135 Millionen Euro. Dass die Kosten derartig aus dem Ruder laufen, bringt Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) politisch in Bedrängnis.

Zu eskalieren drohte die Situation Ende vergangenen Jahres, als sich ein Mitarbeiter des Marinearsenals Wilhelmshaven selbst der Korruption bezichtigte. Vorwürfe gegen die Werft in Elsfleth wurden laut. Wenig später schaltete sich in den Fall die 2007 gegründete Zentralstelle für Korruptionsstrafsachen bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück ein.

Verteidigungsministerin von der Leyen forderte erst Anfang der Woche bei einem Besuch auf der „Gorch Fock“ eine lückenlose Aufklärung aller offenen Fragen. Erst dann werde sie entscheiden, wie es mit dem Schiff weitergehe. Seit Dezember ruhen die Zahlungen an die Werft in Elsfleth.

Kritik an den Kosten für die „Gorch Fock“-Reparatur äußert im NWZ-Interview Hans-Peter Bartels, Wehrbeauftragter des Bundestags: Das Ganze stehe sinnbildlich für ein System der Verantwortungsdiffusion, in dem niemand für das Ganze verantwortlich sei. Zu viele seien an solchen Projekten beteiligt.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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