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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Warum Veränderung unsere Verantwortung ist

27.06.2019

Oldenburg „Das wird schon jemand anderes machen.“ Das ist eine häufig verbreitete Denke, die jeglichen Fortschritt von vorn herein unterbindet. Denn vertritt jeder diese Ansicht, verändert sich nichts – sei es nun privat oder im Unternehmen. Dabei ist es die Pflicht eines jeden, nicht auf dem Erreichten zu beharren, sich neuen Themen nicht zu verschließen, erklärte Cay von Fournier jetzt in seinem Impulse-Vortrag. Ins Kulturzentrum PFL eingeladen hatten Sprecherhaus und die Nordwest-Zeitung.

Denn man sei nicht nur verantwortlich für das eigene Handeln, sondern auch für das, was man unterlasse, erklärte der Referent. „Uns geht es so gut wie lange nicht, und dennoch sind wir so unzufrieden wie selten zuvor“, sagte von Fournier. Das sei gefährlich, denn „viele fühlen sich inzwischen wie kleine Götter. Wir verschließen uns den wichtigen Themen, die unsere Zukunft bestimmen, beispielsweise Klimawandel oder Digitalisierung. Wir wissen nicht, was wir wollen, sind träge geworden und ziellos“, sagte von Fournier. Das sei eine fatale Situation.

Daher sollte sich jeder fragen, inwiefern er Verantwortung für andere übernehmen kann. Offenheit sei es, die unsere Werte schütze. Diese Denke lasse sich in alle Lebensbereiche übertragen, egal ob Privatperson oder im Unternehmen – und unabhängig von der Hierarchie. „Wir müssen diese Verantwortung nur wahrnehmen“, erklärte von Fournier.

Das Problem sei häufig die Angst vor Veränderung. „Als ich zum ersten Mal ein iPhone in der Hand hielt, dachte ich mir, wie blöd ist es denn, mit den Fingern über das Display zu wischen. Jetzt macht das jeder“, sagte von Fournier.

Manchmal tue Veränderung auch weh, da sie schonungslos die Wahrheit vor Augen führe. „Nehmen wir als Beispiel autonomes Fahren: Was machen Fahrschulen in zehn bis 20 Jahren, wenn wir nur noch Passagiere sind und das Auto alles selbstständig macht? Wer diese Frage Fahrschulbetreibern stellt, dürfte meist böse Blicke ernten. Doch ist es nicht besser, jetzt schon daran zu denken, wie man künftig überlebt?“

Ein weiteres Problem: „Veränderung, die eigentlich keine ist“, denn in Unternehmen galt früher meist „die lineare Planbarkeit“, sagte von Fournier. Heute seien Abläufe und Ereignisse sehr viel volatiler, man müsse ganz anders darauf reagieren. „Es ist wie mit dem Hamsterrad. Für den Hamster ist das auch eine Karriereleiter. Für alle anderen dreht sich aber alles nur im Kreis.“

Von Fournier gab ein Beispiel für moderne Denke: „Wir geben heutzutage viele Daten von uns preis – sei es nun der Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung zur Entsperrung des Smartphones.“ Daher müssten auch Schutzmechanismen überdacht werden. „Brauchen wir nicht digitale Kartellämter?“

Einen Appell richtete von Fournier noch an die Zuhörer: „Es steht jedem frei, die eigene Denke positiv zu beeinflussen. Wer etwas möchte, wird es meist auch schaffen. Wer etwas nicht möchte, findet dagegen immer wieder Gründe, warum etwas nicht geht.“

Den nächsten Impulse-Vortrag hält am 27. August, 19.30 Uhr, im PFL (Peterstraße 3) Eva Ullmann über Humor als Kraftquelle im Alltag.


Karten   www.sprecherhaus.de 
Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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