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Durchblick – Jugend Und Wirtschaft Im Nordwesten Facharbeiten setzen regionale Wirtschaft in den Fokus


Tanja-Vera Asmussen, Vorständin der Landessparkasse zu Oldenburg, bei der Preisvergabe. 31 arbeiten wurden bei der zehnten Durchblick-Runde eingereicht, vier von ihnen prämiert.
Martin Remmers

Tanja-Vera Asmussen, Vorständin der Landessparkasse zu Oldenburg, bei der Preisvergabe. 31 arbeiten wurden bei der zehnten Durchblick-Runde eingereicht, vier von ihnen prämiert.

Martin Remmers

Oldenburg/Cloppenburg/Delmenhorst - Wirtschaft ist trocken, langweilig und interessiert junge Menschen überhaupt nicht? Von wegen: Seit zehn Jahren setzen sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe im Rahmen des Projekts „Durchblick“ mit Wirtschaftsthemen in ihrer Region auseinander. Am Montag wurden die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben. Im Fokus stand vor allem das Oldenburger Münsterland.

31 umfangreiche Facharbeiten, deren Erkenntnisse auch in der NWZ veröffentlicht wurden wurden von den teilnehmenden Schulen aus dem Oldenburger Land in diesem Durchgang eingereicht, acht davon schafften es in die Endrunde. Organisiert wurde Durchblick erneut von der Nordwest-Zeitung, der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) und dem Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (Izop). Nach der Vorauswahl war es an der Jury, bestehend aus LzO-Vorständin Tanja-Vera Asmussen, NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann und der stellvertretenden Chefredakteurin Gaby Schneider-Schelling sowie Dr. Thomas Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, die drei besten Arbeiten zu benennen. Kein leichtes Unterfangen, wie Asmussen betonte. Wohnraummangel, Social-Media-Nutzung durch Unternehmen, fehlende Fachkräfte in der Altenpflege: Die Themenvielfalt war groß. Überzeugt haben dann am Ende tatsächlich vier statt drei Themen besonders.

BBS am Museumsdorf

Der dritte Platz ging an die BBS am Museumsdorf Cloppenburg/Berufliches Gymnasium: Mit dem Thema „Warum erzeugt das Rentensystem Altersarmut im Oldenburger Münsterland?“ setzten sich Steffen Bley, Theresa Bley, Laura Deeken, Christopher Drees, Katharina Knipper und Paul Tepe auseinander. „Als wir mit dem Thema begonnen haben, war eine Rentenreform gerade akutes Thema“, erinnert sich Knipper (18). Für die Region sei es gerade aufgrund der vielen selbstständigen Landwirte, die das Rentensystem eher kritisch sehen würden, ein wichtiges Thema.

An die gleiche Schule ging auch der zweite Platz. „Warum kann das Oldenburger Münsterland der Urbanisierung besser entgegenwirken als alle anderen Regionen in Niedersachsen?“ Dies beschäftigte Hannah Garling, Anna Spieker, Lukas Mayer, Julius Kaiser und Johann-Urban Storck. „Wir wohnen alle eher ländlich“, erklärt Meyer (19). Da das Münsterland in Untersuchungen zur Landflucht immer wieder heraussteche, seien sie auf das Thema gekommen. Als besondere Herausforderung sah Meyer die Auswertung von behördlichen Antworten an. „Die fielen zum gleichen Thema teilweise sehr unterschiedlich und oft nicht sehr eindeutig formuliert aus.“

Das Oldenburger Münsterland spielt auch bei Jérôme Peters eine Rolle. „Lösungsansätze für die durch Massentierhaltung entstandene Problematik der Reststoffverwertung im Oldenburger Land – Eine Befragung von Mitarbeitern der Landwirtschaftskammer und der Big Dutchman AG“ hat aber nicht aufgrund der Titellänge den ersten Platz geholt.

Neues Gymnasium

Vielmehr sei es die gut strukturierte und argumentativ objektiv gestaltete Arbeit, die die Jury überzeugt habe, wie Asmussen betonte. Anders als die weiteren Preisträger besucht Jérôme Peters allerdings das Neue Gymnasium Oldenburg.

Doch damit nicht genug. In diesem Jahr gelang es einer „besonders engagierten und praxisbezogenen Arbeit“, der Jury einen Sonderpreis abzuringen. Basel Yussuf, Lukas Schiemenz, Niclas Windhusen, Moritz Köpsel und Sebastian Hanke von der BBS1 Delmenhorst trafen mit ihrem Thema den Nerv der Zeit. Und nicht nur das, denn ihre Arbeit „Stadtentwicklung – Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung der Innenstadt Delmenhorst aus Sicht der Kunden“ trug schon erste Früchte. Eine der Forderungen, freies WLAN, wurde bereits umgesetzt.

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