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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nur jeder zweite Niedersachse sorgt privat fürs Alter vor

30.12.2017

Oldenburg Nur jede zweite Niedersachse (49 Prozent) sorgt privat für den Ruhestand vor. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Commerzbank hervor.

Am häufigsten zur privaten Altersvorsorge genutzt werden demnach die Riester-Rente (34 Prozent), Betriebsrenten (33 Prozent) und Lebensversicherungen (31 Prozent). Doch trotz privater Vorsorge fühlen sich den Umfrageergebnissen zufolge nur 27 Prozent der Niedersachsen ausreichend abgesichert. „Viele Niedersachsen sorgen sich, ob sie ihren Lebensstandard im Alter halten können“, sagt Siegmar Folleher, Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank Oldenburg.

In anderen Teilen der Republik sieht es nicht viel anders aus. Bundesweit gaben laut YouGov 51 Prozent aller Befragten an, bereits privat vorzusorgen. Doch für den Ruhestand ausreichend abgesichert, fühlt sich damit nur etwa jeder Vierte (28 Prozent). Am höchsten ist dieser Anteil in Bayern (41 Prozent) und Bremen (37), die größten Sorgen machen sich die Menschen in Thüringen (11 Prozent) und Berlin (14).

Dabei hapert es bei vielen Bürgern gar nicht am Willen, privat vorzusorgen. Als mit Abstand häufigsten Grund, das Thema zu meiden, nannte die Befragten finanzielle Aspekte. So gaben 39 Prozent derjenigen, die nicht vorsorgen, an, dass sie sich regelmäßige Rücklagen fürs Alter nicht leisten könnten.

Folleher weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich auch mit kleinen Beiträgen schon vorsorgen lässt. „Viele denken, dass sie viel Geld zur Seite legen müssen“, sagt der Niederlassungsleiter der Commerzbank Oldenburg. „Doch die Zeit arbeitet für diejenigen, die früh starten.“ Wer mit 20 Jahren beginne, 20 Euro im Monat anzulegen, habe nach 45 Jahren bei drei Prozent Zinsen pro Jahr rund 23 000 Euro für die Rente angespart, rechnet er vor. Wer hingegen erst mit 30 Jahren starte und in nur 35 Jahren bis zur Rente die gleiche Summe erreichen wolle, müsse schon 30 Euro im Monat anlegen.

Allerdings können viele Sparer derzeit von drei Prozent Zinsen nur träumen. Und so nennen dann auch 18 Prozent der nicht Vorsorgenden in der Befragung die Nullzinsen als Grund für ihre Untätigkeit. Auch Folleher räumt ein: „Das klassische Sparen funktioniert tatsächlich nicht mehr.“ Wer sein Geld nur auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto anspare, erleide aufgrund von Nullzins und Inflation einen beständigen realen Vermögensverlust. „Aktien sind daher für den Aufbau eines Vermögensstocks unentbehrlich“, sagt er.

Jedoch sträuben sich viele nicht Vorsorgende auch dagegen. 19 Prozent der Befragten erklärten an, dass ihnen eine Geldanlage in Aktien zu riskant sei. Und noch ein weiteres Thema schreckt viele Bürger von der privaten Altersvorsorge ab. 21 Prozent gaben an, dass daran ohnehin nur die Banken und Versicherungen verdienen würden.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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