Oldenburg/Cuxhaven - Nach der fehlerhaften Abrechnung von Abwassergebühren in Cuxhaven zieht das Oldenburger Energieunternehmen EWE personelle Konsequenzen. „In beidseitigem Einvernehmen lassen die Geschäftsführer bis auf weiteres ihre Jobs ruhen“, sagte Sprecher Christian Blömer .
Zwischen 2008 und 2017 habe die Tochter EWE Wasser der Stadtverwaltung insgesamt 9,3 Millionen Euro zu viel berechnet, hatte der Energieversorger am Freitag mitgeteilt. Wie es zu der fehlerhaften Berechnung kommen konnte, müsse noch genau geprüft werden. EWE versicherte, dass die Summe zurückgezahlt werde.
Bei einem der beiden freigestellten EWE-Geschäftsführer handelt es sich um Thomas Windgassen, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade. Dieses Amt legte Windgassen am Mittwoch mit Verweis auf die Freistellung bei EWE Wasser mit sofortiger Wirkung nieder.
„Ich lebe nach dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns. Ich werde in den kommenden Wochen ohne Einschränkungen durch das Tagesgeschäft an der Aufklärung des Sachverhalts mitwirken“, sagte er zu seinem Rücktritt. In dieser Situation könne er es nicht mit seinem Selbstverständnis vereinbaren, Präsident der IHK zu bleiben.
