OLDENBURG - Für gerechte Löhne, soziale Sicherheit und gute Arbeit gehen Oldenburger Arbeitnehmer am Dienstag, 1. Mai, auf die Straße. Der Stadtverband Oldenburg des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ruft dazu auf, an der traditionellen Mai-Kundgebung teilzunehmen. Als Hauptredner der Kundgebung wird sich Oskar Lafontaine, derzeit Fraktionsvorsitzender der Saar-Linken, mit dem Thema „Gute Arbeit für Europa“ befassen.

Bereits für Montag, 30. April, 18 Uhr, lädt der DGB zum ökumenischen Gottesdienst in die Lambertikirche. Der Gottesdienst unter dem Motto „Und weil der Mensch ein Mensch ist...“ wird getragen und veranstaltet vom KDA (Kirchlicher Dienst der Arbeitswelt), der KAB ( Katholische Arbeitnehmerbewegung), dem DGB-Stadtverband, dem Verdi-Ortsverein Oldenburg, dem Forum St. Peter, den evangelischen und katholischen Gemeinden sowie dem Ökumenischen Zentrum. Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann übernimmt die liturgische Leitung. Die Predigt hält der katholische Theologe Klaus Hagedorn vom Forum St. Peter.

Gegen 20 Uhr beginnt am Montag auf dem Rathausmarkt das von der DGB-Jugend organisierte Konzert „Rock gegen Rechts“. Spielen werden die Bands „I smash the Panda“, Skankshot“ und „Rantanplan“.

Die traditionelle Demons­tration beginnt am 1. Mai um 10.30 Uhr am DGB-Haus, Kaiserstraße 4-6. Bereits um 10 Uhr startet eine Fahrrad-Demo von der Universität (Hörsaalzentrum).

Gegen 11.30 Uhr soll die Kundgebung mit Redner Oskar Lafontaine auf dem Rathausmarkt beginnen. Viele Organisationen und Gewerkschaften sind mit Info-Ständen vertreten.


Die von Finanzspekulanten ausgelöste Krise werde in den kommenden Jahren zu massiven Kürzungen im Sozialbereich führen, befürchtet der DGB-Stadtverband-Vorsitzende Frank Wegener. Die Gewerkschaften müssten daher ihre Politik in Europa stärker aufeinander abstimmen.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren werden die vom DGB ausgegebenen „1. Mai-Nelken“ bzw. „1. Mai-Pins“ diesmal nicht als Fahrausweis für die Linienbusse gelten. „Die VWG hat den Preis drastisch erhöht“, so Frank Wegner. Bislang zahlte der DGB pauschal 100 Euro für die Freifahrten. In diesem Jahr habe die VWG aber 500 Euro verlangt. Diesen Preis wollte und konnte der DGB laut Wegener nicht zahlen.