OLDENBURG - Von den 879 in Niedersachsen wegen Dioxin-Verdachts vorsorglich gesperrten landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen entfallen 596 auf die Landkreise Vechta, Cloppenburg, Oldenburg und Ammerland. Den Löwenanteil macht dabei der Kreis Vechta mit 412 Betrieben aus, vor allem betroffen sind hier Schweinhalter. Keine Verdachtsfälle gibt es in den Landkreisen Wesermarsch und Friesland sowie in den Städten Oldenburg, Delmenhorst und Wilhelmshaven.
Die Landkreise entnehmen in den Betrieben Proben. Die jeweiligen Kreisveterinäre untersuchen diese Fleischproben. Im Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg werden vor allem Futtermittelproben untersucht. Von einer Entspannung der Lage ist dort derzeit nichts zu spüren.
Täglich kommen neue Proben. Es wurde eine Urlaubssperre verhängt und auch an den Wochenenden wird seit drei Wochen gearbeitet, sagte Natascha Manski, stellvertretende Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums.
Die Dioxin-Belastung von Futterfetten aus der Spedition Lübbe in Bösel (Kreis Cloppenburg) beschränkt sich offenbar nur auf November 2010. Darauf deuten die Ergebnisse von sieben Proben aus dem Zeitraum vom 18. August bis 3. November vergangenen Jahres hin, wie das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium am Dienstag in Kiel erklärte.
Futtermittelrechtlich seien die Proben bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu beanstanden gewesen. Zuvor war spekuliert worden, dass in Bösel schon 2010 möglicherweise über längere Zeit hinweg belastete Stoffe ins Futterfett gemischt worden seien.
