OLDENBURG - Oberbürgermeister Gerd Schwandner nahm es gleich vorweg: „Ich werde Ihre Verdienste erwähnen – aber viel zu kurz.“ Nicht etwa, weil er keine Zeit hatte. Sondern weil die Liste der jeweiligen Verdienste schlicht zu lang gewesen wäre. Schwandner verlieh am Donnerstag drei Bürgerinnen die Silberne Stadtmedaille für 20-jähriges ehrenamtliches Engagement, fünf Ehrenamtliche nahmen die Goldene Stadtmedaille (25 Jahre) entgegen.
„Eine Gesellschaft ist stark, wenn sich die Menschen ehrenamtlich für sie engagieren“, sagte der Oberbürgermeister, ohne die Partner zu vergessen: „Ehrenämter können nur mit Unterstützung gut ausgeübt werden.“
Zuerst bekam Monika Lehner die Silberne Stadtmedaille überreicht. Sie ist seit 1990 im Vorstand des Zentrums für Frauen-Geschichte tätig, „ein historisch wie gesellschaftlich wichtiges Forschungsgebiet“, merkte Schwandner an.
Durch ihr Wirken in Selbsthilfegruppen haben sich Sigrun Spaeth (Morbus Bechterew) und Doris Wiemuth (Zöliakie) verdient gemacht. „Sie geben Betroffenen Halt und tragen zur Aufklärung bei“, sagte der Oberbürgermeister.
Werner Fredehorst erfülle offensichtlich die Voraussetzungen für eine Goldene Stadtmedaille, denn er übernehme seit 50 Jahren verantwortliche Positionen im Schützenwesen. Als Kassenwartin und Vorsitzende des Kreisverbandes Legasthenie hat sich auch Helga Furche einen Namen gemacht.
Schwandner nannte Gerald Grote vom Turnverein vor dem Haarentor „ein echtes Vorbild für jeden Verein“. Gleiches gelte für Manfred Süthoff, der sich in den vergangenen 34 Jahren vom Pressewart bis zum Vorsitzenden von Schwarz-Weiß Oldenburg „hochgearbeitet“ habe. Und Winfried Wigbers von der Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen habe sich die Medaille nach Hochs und Tiefs verdient.
Die Redner bedankten sich schließlich bei Mitstreitern und Familienmitgliedern. Süthoff sagte stellvertretend für die Geehrten: „Würde ich diese Jahre noch einmal mitmachen? Ja, ganz klar.“
