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Energie Solar- und Windkraftwerke für Bolivien geplant

Oldenburg - Der Energieminister von Bolivien, Rafael Alarcón Orihuela, hat vor wenigen Tagen in La Paz, dem höchstgelegenen Regierungssitz der Welt, im neuen Präsidentenpalast mit dem Geschäftsführer der Oldenburger Projekt GmbH, Ubbo de Witt, eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung von Wind- und Solarkraftwerken über 100 Megawatt (MW) abgeschlossen.

Die Geschäftsführerin der brasilianischen Ecoprojeto Ltda., einer Tochtergesellschaft der Projekt Ökovest GmbH, Mara Rockenbach, und José Gómez Pérez Britto, bei der Projekt GmbH zuständig für internationale Projektentwicklung, hatten die Projektvorschläge zur Vorbereitung der Regierungskonsultationen vorgestellt.

Ubbo de Witt sagt: „Ziel der ausführlichen Regierungsgespräche war es, den bolivianischen Vertretern eine Perspektive aufzuzeigen, die einerseits die ländliche Versorgung mit erneuerbaren Energien sicherstellt und kostspielige Dieselversorgung ersetzt, sowie für neue Leitungsverlegungen sorgt.“ Außerdem gehe es darum, „den Lithium-Abbau, zur Sicherstellung einer Wertschöpfungskette unter Einbeziehung erneuerbarer Energien, für die Elektromobilität in Deutschland möglichst frei von zusätzlichen CO2-Emissionen sicherzustellen“.

Gebrauchtes nutzen

Der Vizeminister für die strategische Entwicklung Boliviens, Hianny Rubén Romero Gómez, hatte sich die Vorschläge zunächst ausführlich vorstellen lassen, bevor der Energieminister und seine Mitarbeiter sich eingehend damit beschäftigt haben.

Die Idee, gebrauchte kleinere Anlagen aus Deutschland, die generalüberholt noch eine lange Lebensdauer haben und kostengünstige erneuerbare Energieerzeugung in Bolivien ermöglichen würden, habe den Minister besonders überzeugt, sagt de Witt. Mehr als 3 Millionen Einwohner haben in ländlichen Gebieten kaum oder nur über Dieselgeneratoren erzeugten Zugang zu Elektrizität. In Bolivien wird bis zu 65 Prozent der Energieversorgung konventionell erzeugt, im Wesentlichen über die Verbrennung von Öl und Gas.


„Tief bewegt hat uns der Besuch des Chacaltaya, der über viele Jahre als das auf 5200 Meter höchstgelegene Skigebiet der Welt galt. Der Gletscher ist jedoch im letzten Jahrhundert durch die Erderwärmung dramatisch geschrumpft und seit 2009 völlig verschwunden. Eine weitere Motivation für die bolivianische Regierung und uns, die angedachten Projekte schnellstmöglich umzusetzen“, so Ubbo de Witt.

Ein Gigawatt projektiert

Die Projekt GmbH setzt seit 1993 Windenergieprojekte jeder Größe um, On- und Offshore, bisher mit einer Leistung von über 1 Gigawatt. Der Diplom-Physiker de Witt sagt: „Wir gehören als die Windenergie-Boutique zu den führenden Betreibern von Prototypen und verfügen über das entsprechende Produkt- und Managementwissen.“ Zu den Kunden zählen börsennotierte Konzerne, Stadtwerke, Banken, Vermögensverwaltungsgesellschaften und Grundstückseigentümer.

Die Projekt Ökovest GmbH initiiert, finanziert und verwaltet seit 1996 eigene Projekte im Bereich erneuerbarer Energiesysteme und nachhaltiger Forstwirtschaft. Außerdem wird die Machbarkeit von ökologischen Bauvorhaben, vor allem Windenergieprojekten, bewertet und geprüft. Projekt Ökovest hat bis heute Projekte mit einer Leistung von über 650 MW finanziert und vermarktet.

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