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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Wirtschaft sieht Potenzial für Wasserstoff

16.04.2019

Oldenburg Alle Welt redet von Elektromobilität – doch es gibt auch gewichtige Stimmen, die dazu aufrufen, parallel auch andere Wege zu beschreiten. Jüngstes Beispiel: der Industrieausschuss der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK).

Das Gremium begrüßte jetzt ausdrücklich die Ankündigung des Landes-Umweltministers Olaf Lies (SPD, Sande), Niedersachsen zum Modellland für Wasserstoff als Energieträger zu machen. „Die Wasserstoff-Technologie bietet erhebliches Potenzial für Energie, Verkehr und Industrie. In diesen Sektoren sind bahnbrechende Veränderungen möglich“, erklärte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Stefan Schnier.

Zuvor hatte sich der Ausschuss in Oldenburg intensiv mit alternativen Antriebstechnologien befasst – und auch mit den Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff.

„An Wasserstoff kommen wir gar nicht vorbei, wenn wir die Klimaziele ernsthaft erreichen wollen“, erklärte Paul Schneider, Wasserstoffexperte des EWE-Konzerns in Oldenburg, bei der Ausschusssitzung. „Die Energiewende ist bislang vor allem eine Stromwende. Dort haben wir gute Fortschritte gemacht. In den Sektoren Verkehr und Wärme, die beide viel größer als der Stromsektor sind, liegt der Anteil Erneuerbarer Energien nur im ein- beziehungsweise niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Emissionstechnisch bewegt sich der Verkehrssektor noch auf dem gleichen Niveau wie Anfang der 90er“, so Schneider. Seine Argumente: Wasserstoff sei flexibel in allen Energiesektoren einsetzbar, leicht großtechnisch zu speichern und zu transportieren.

„Hier im Norden haben wir hohe Überschüsse an regenerativen Energien. Diese können wir nutzen, um Wasserstoff herzustellen. Gleichzeitig verfügen wir mit den Erdgaskavernen über massive Energiespeicher“, erklärte Schneider. Damit sei Norddeutschland ein idealer Standort für diese Technologie.

„Die Wasserstoff-Infrastruktur muss dringend ausgebaut werden“, forderte Schnier: „Hier muss das Land einen Schwerpunkt setzen, wenn Niedersachsen zum Vorreiter werden soll. Bundesweit gibt es erst rund 60 Wasserstoff-Tankstellen – viel zu wenig!“ Einsatzmöglichkeiten für Wasserstoff sieht Schnier im Verkehrsbereich, vor allem bei Zügen und Nutzfahrzeugen. „Hier ist die Entwicklung bereits weit fortgeschritten, erste Fahrzeuge sind unterwegs.“ Die anspruchsvolle Technologie biete zudem die Chance, größere Teile der Wertschöpfung in Deutschland zu halten als bei reinen E-Antrieben.

Längst engagieren sich auch regionale Akteure. Darauf wies Klaus Stolzenburg, Gesellschafter des Ingenieurbüros Planet in Oldenburg, hin. Mineralölhändler, Autohäuser und weitere Partner aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft hätten sich in Oldenburg zur Initiative „H2 OL“ zusammengeschlossen“. Ziel sei es, die Einführung der Brennstoffzellentechnologie im Verkehrsbereich voranzutreiben.

Eine erste Etappe sei geschafft. Im Herbst werde an der Cloppenburger Straße die erste Wasserstoff-Tankstelle in Oldenburg in Betrieb gehen, berichtete Stolzenburg bei der IHK-Sitzung.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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