OLDENBURG - Der Einsatzstab für die Bombenräumung am Sonntag bei der Weser-Ems-Halle hat am Freitag noch einmal das Vorgehen abgestimmt. Unter Leitung des städtischen Bürger- und Ordnungsamts trafen sich Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Bahn AG, Bahnpolizei und VWG in der neuen Feuerwache an der Bürgerfelder Straße. Bekräftigt wurde dabei, dass ein Gebiet um den Fundort im Radius von etwa 1000 Metern evakuiert wird.
Betroffen sind etwa 8000 Menschen. Sie müssen bis 10 Uhr ihre Wohnungen verlassen haben. Die Bombe soll an Ort und Stelle durch Experten vom Kampfmittel-Beseitigungsdienst entschärft oder gesprengt werden. Die Stadt hofft, dass der Einsatz bis 16 Uhr abgeschlossen sein wird. In der Zeit kommt es zu Behinderungen im Zug- und im Busverkehr, denn Bahnhof und ZOB liegen im Evakuierungsbereich.
Die Bombe war bei Erkundungsbohrungen auf der Baustelle neben der Weser-Ems-Halle gefunden worden (NWZ
berichtete). Auf dem Gelände soll bis April 2013 eine Mehrzweckhalle gebaut werden.Rund um die Fundstelle stellten Handwerker am Freitag Container auf. „Das ist ein zusätzlicher Schutz, um den Splitterflug einzudämmen, falls irgendetwas passiert“, sagte Sprengmeister Gerd Schellberg. Zusammen mit Kollegen wird er die – zur Zeit noch tief in der Erde steckende – Bombe entschärfen. Die Vorbereitungen dafür laufen seinen Worten zufolge planmäßig. In Betrieb seien Pumpen, um das Grundwasser im Bereich der Fundstelle abzusenken. „Nach den bisherigen Pegel-Messungen können wir trocken in der Grube arbeiten“, so Schellberg.
