• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Vorwürfe waren „schlicht und einfach haltlos“

09.09.2017

Oldenburg Die Korruptionsvorwürfe gegen Mitarbeiter von EWE Netz haben sich nicht erhärtet. Zu dieser abschließenden Bewertung ist der Aufsichtsrat des Oldenburger Energiekonzerns auf Grundlage von externen Untersuchungen gekommen, die das Kontrollgremium in Auftrag gegeben hatte.

„Die erhobenen Korruptionsvorwürfe gegen Mitarbeiter von EWE Netz haben sich nicht bestätigt – ebenso wie ein Großteil der weiteren im Raum stehenden Vorwürfe“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Bernhard Bramlage am Freitagabend nach einer Sitzung des Gremiums in Oldenburg. „Sie waren schlicht und einfach haltlos.“

„Sowas wollen wir nie wieder haben“ – Interview mit Aufsichtsratschef Bernhard Bramlage

Die Analyse der internen Kontrollsysteme bei EWE habe aber Schwachstellen aufgedeckt. Diese hätten insbesondere die Überwachung und Überprüfung von Geschäftsvorgängen betroffen. Diese Mängel sollten nun „schnellstmöglich“ beseitigt werden, so Bramlage.

Der Aufsichtsrat hatte sich auch mit den Vorwürfen gegen den ehemaligen Netz-Generalbevollmächtigten Timo Poppe und EWE-Netz-Chef Torsten Maus beschäftigt. Beide Manager waren als Kandidaten für den EWE-Vorstand im Gespräch, haben dann aber aufgrund der öffentlichen Debatte ihren Verzicht erklärt. Bramlage sagt im Gespräch mit der NWZ, dass Poppe den Prüfberichten zufolge keine Pflichtverletzung begangen habe und Maus allenfalls ein „formaler Pflichtverstoß“ in geringem Umfang vorzuhalten sei. Der Aufsichtsrat sprach am Freitag beiden uneingeschränktes Vertrauen aus.

Zumindest theoretisch sind Poppe und Maus damit wieder im Rennen für den EWE-Vorstand. Drei von fünf Posten müssen neu besetzt werden, darunter der des Vorstandsvorsitzenden. Den Chefsessel will der Aufsichtsrat nach Informationen der NWZ bereits am 18. September besetzen, vollständig sein soll der Vorstand bis spätestens Ende des Jahres.

Ob Poppe und Maus bei der Besetzung eine Rolle spielen könnten, wollte Bramlage am Freitag nicht kommentieren. Auch die beiden Betroffenen äußerten sich nicht zu dem Thema. Poppe sagte der NWZ lediglich: „Ich fühle mich durch die Entscheidung des Aufsichtsrats erleichtert und bestätigt.“

Maus sagte der NWZ, dass er „froh und glücklich“ über die Entscheidung des Aufsichtsrats sei und ihm damit „eine Last von den Schultern“ genommen worden sei.


Ein Spezial unter:   www.nwzonline.de/ewe-krise 
Dossier „Das EWE-Puzzle unter:   bit.ly/ewe-krise 
Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041
Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

Weitere Nachrichten:

EWE | EWE Netz

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.