Oldenburg - Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas vor dem Hintergrund der Seidenstraßen-Initiative und des Handelsstreits mit den USA hat der Exportleiterkreis der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) bei seinem jüngsten Treffen diskutiert. „China ist nach wie vor Deutschlands wichtigster Handelspartner“, sagt Malte Smolna, Vorsitzender des Exportleiterkreises und Geschäftsführer bei Cetex-Rheinfaser in Ganderkesee. „Gleichzeitig gerät der deutsche Mittelstand zunehmend unter Druck. Das ist auch bei regionalen Unternehmen spürbar.“

Man dürfe nicht mehr nur über faire Wettbewerbsbedingungen für deutsche und europäische Unternehmen in China sprechen, sondern auch über Rahmenbedingungen für China als Wettbewerber in Europa, so Smolna.

Diese Erfahrungen bestätigt auch Referentin Felicitas Kaupp, Regionalmanagerin Greater China/Mongolei beim Ostasiatischen Verein (OAV) in Hamburg. „Die Unsicherheit wächst, denn der fortwährende Handelskrieg zwischen China und den USA hat Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft.“

Obwohl das Handelsvolumen zwischen Deutschland und China im vergangenen Jahr nochmals um 12,7 Milliarden Euro gestiegen sei und einige Studien Deutschland und Europa als potenziellen Gewinner des Handelskriegs prognostizierten, seien die Entwicklungen der kommenden Monate kritisch zu beobachten.

Insbesondere für deutsche Unternehmen, deren wirtschaftlicher Erfolg mittelbar oder unmittelbar vom Ex- und Import mit der Volksrepublik abhängig sei, berge der Handelskrieg Risiken, so Kaupp weiter.