OLDENBURG - „Gazelle“ geht ein Licht auf: Auf Initiative des Oldenburger Grünen-Landtagsabgeordneten Ralf Briese rüstet die niederländische Fahrradmarke ihre Hollandräder mit leistungsstärkeren Nabendynamos aus, das Rücklicht wird verkabelt. In Oldenburg genießt das Rad Kultstatus.

Aber nicht nur hier, auch Brieses Emder Parteifreund Dieter Stolz hatte sich ein Hollandrad gekauft und war unzufrieden mit der Beleuchtung. Die Modelle sind mit einem Nabendynamo ausgestattet, der statt der vorgeschriebenen Mindestleistung von sechs Volt und drei Watt nur eine Leistung von sechs Volt und 2,4 Watt hat.

Das entspricht laut Auskunft des ADFC nicht den geforderten Beleuchtungsmindeststärken des Kraftfahrtbundesamts. Darüber hinaus sind diese Räder laut Briese mit einem Rücklicht ausgestattet, das nicht an den Dynamo angeschlossen ist, sondern über eine Batterie betrieben wird. Auch das entspreche nicht den in Deutschland geltenden Vorschriften.

Auf Hinweise von Händlern habe die Firma „Gazelle“ zunächst nicht reagiert. Da bei nachlassender Geschwindigkeit zudem relativ früh das Vorderlicht ausgehe, sei der Gebrauch dieser Räder in der dunklen Jahreszeit problematisch und stelle eine Gefahr für den allgemeinen Straßenverkehr dar.

Die Niedersächsische Landesregierung hatte in der Beantwortung einer Kleinen Anfrage des Landtagsabgeordneten betont, dass Fahrräder von Händlern auch verkauft werden dürften, wenn sie nicht den allgemeinen deutschen verkehrsrechtlichen Zulassungskriterien entsprechen. Allerdings müssten die Käufer auf den Mangel hingewiesen werden.


Laut Gazelle-Sprecher Heiko Krughöfer werden nunmehr stärkere Dynamos eingebaut.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg