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Fliegerhorst In Oldenburg Die ersten Bauplätze stehen zum Verkauf

Oldenburg - Der ehemalige Fliegerhorst verändert sich von Monat zu Monat. Etliche Gebäude sind verschwunden, in diesen Tagen reißen Bagger das frühere Schwimmbad ab. Die ersten Bauplätze sollen bald den Besitzer wechseln. Bei einem Pressegespräch am Mittwoch kündigte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann den Beginn der Vermarktung für September an. Entsprechend den Vergabekriterien der Stadt soll die Vergabe der Baugrundstücke nach den Sommerferien beginnen.

Baugebiet Mittelweg

Als erstes entwickelt und verkauft wird das Areal am Mittelweg. Hier entstehen rund 80 – der auf dem Fliegerhorst geplanten rund 1000 – Wohnungen. Die Flächen rund um den Funkturm der Bundeswehr und das Offizierscasino sind abgeriegelt. Arbeiter durchsieben den Boden derzeit nach Kampfmittelresten. Für das Casino werde eine wirtschaftliche Nutzung gesucht, so Krogmann. Davon hänge der Erhalt ab.

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Funkturm fällt

Nur noch einige Wochen zu sehen ist der ehemalige Funkturm im Areal des ersten Bauabschnitts. Im August soll er gesprengt werden. Ein neuer Funkturm – er wird benötigt, um langfristige Verträge mit Mobilfunkanbietern erfüllen zu können – entstand neben dem alten Heizkraftwerk.

Schule und Kitas

Insgesamt sollen nach Krogmanns Worten später rund 3000 Menschen in dem neuen Stadtteil leben. Zwei Kindertagesstätten sind geplant – eine davon will die Katholische Kirchengemeinde St. Christopherus errichten. Das Büro KBG Architekten hat den 1. Preis im Gestaltungswettbewerb der Kirche gewonnen. Auch eine zweizügige Grundschule ist auf dem Fliegerhorst vorgesehen.

Kampfmittel

Munition und andere Kampfmittelreste finden Bauarbeiter fast täglich bei Arbeiten auf dem Fliegerhorst. Ursache sind nicht nur Luftangriffe während des Krieges. Nach Kriegsende seien auf dem Fliegerhorst Kampfmittelreste im Zuge der Entmilitarisierung durch die Alliierten offenbar zum Teil vergraben worden, berichtet Axel Müller, Projektleiter Fliegerhorst. Der Aufwand, die Bauflächen zu säubern, ist größer als erwartet. Kampfmittelräumdienst und Stadtverwaltung halten sich mit detaillierten Berichten zurück – auch um nicht „Kampfmittel-Tourismus“ anzukurbeln.

Neue Straße

Zentrales Element bei den Planungen ist für OB Krogmann die neue Straße, die von der Alexanderstraße über den Fliegerhorst und weiter durch unbebautes Gebiet bis Wechloy verläuft. Es zeichne sich die Trassenvariante ab, die über städtische Grundstücke führe, so Krogmann. Er stellt einen Baubeginn für 2020 in Aussicht. Als zentral für die Planung sieht der OB auch neue Gewerbeflächen entlang der neuen Straße an – rund 20 Hektar sind vorgesehen.

Verwaltung erweitert

Um die Arbeiten besser steuern zu können, richtet die Verwaltung zum 1. Juli einen Fachdienst Projekt Fliegerhorst im Gebäude 54 (frühere Flüchtlingsquartier) ein. Leiter Axel Müller arbeitet hier mit elf Mitarbeitern. Noch im Juni soll die Auslegung der Pläne für den nächsten Abschnitt der Fliegerhorst-Bebauung beschlossen werden.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)
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