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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Handwerk auch stark im Export

19.01.2018

Oldenburg /Ganderkesee /Wildeshausen Handwerk – das ist bekanntlich die „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Die meisten Betriebe haben einen lokalen oder regionalen Absatzmarkt. Einige wenige sind bundesweit tätig. Die Ausnahme sind Aktivitäten im Export. Aber es gibt sie, die exportorientierten Handwerker, die auch auf Auslandsmärkten punkten – und den Aufwand nicht scheuen.

Das wurde am Donnerstag bei der „Exporttour Handwerk“ zu Nau Steuerungstechnik (Ganderkesee), Förster und Spille Maschinenbau (Wildeshausen) und Piano Rosenkranz (Oldenburg). So hat sich etwa Nau im Schiffbau international einen Namen gemacht. Das Unternehmen stellt für Kreuzfahrt-Riesen und edle Jachten etwa Türen- und Fenstersysteme, mobile Glaswände, Beschattungssysteme sowie pneumatische und hydraulische Elemente her. 2016 habe der Exportanteil bei 89 Prozent gelegen, sagt Geschäftsführer Reinhard Nau.

Auch bei Förster und Spille in Wildeshausen trägt das Auslandsgeschäft wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. „Unsere Maschinenbauteile gehen zu 70 Prozent in den Export“, erläutert Firmenchef Dieter Möllmann.

Bei Piano Rosenkranz in Oldenburg setzt man schon seit langem nicht nur auf den nationalen Handel mit neuen und gebrauchten Klavieren und Flügeln sowie Bau, Reparatur und Restauration, sondern ist auch international im Geschäft. „Deutschland ist die Nation der Klavierbauer, die von hier aus in alle Länder gehen“, sagt Klavierbaumeister Nicholas Claaßen.

Manfred Kurmann, Präsident der Handwerkskammer Oldenburg, zeigte sich begeistert: „Immer mehr Handwerksbetriebe bedienen Kunden auf der ganzen Welt, denn handwerkliche Qualität „made in Germany“ ist im Ausland hoch angesehen. Das wolle man mit der gemeinsamen Tour von HWK und der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen „greifbar machen“.

Die Kammer stehe den Mitgliedsbetrieben auch bei Fragen zu Auslandsaktivitäten zur Seite. Da gehe es etwa um Beschaffungsmöglichkeiten, Vorschriften für die Tätigkeit von eigenen Mitarbeitern im Ausland oder auch zu notwendigen Exportpapieren. Ansprechpartner ist Joachim Hagedorn. Der HWK-Außenwirtschaftsberater stellt die Informationen bereit oder Kontakte zu Serviceorganisationen im Ausland her.

Beim Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin freut man sich: „Die Exportquote des Handwerks hat sich innerhalb der letzten 15 Jahre verdoppelt und verteilt sich jeweils zur Hälfte auf Produkte und Dienstleistungen. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen in den europäischen Nachbarländern.“

Und es gibt einen klaren Schwerpunkt: „60 Prozent des Auslandsumsatzes im Handwerk werden mit Produkten für den gewerblichen Bedarf in den Bereichen Maschinenbau, elektrotechnische Geräte und Einrichtungen sowie mit medizintechnischen Geräten erzielt.“ Laut Zentralverband erzielen Feinmechaniker und Metallbauer die höchsten Auslandsumsätze. Hohe Exportanteile weisen aber auch die Musikinstrumentenmacher, Boots- und Schiffsbauer, Edelsteingraveure und Landmaschinenmechaniker auf.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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