Oldenburg - Unter dem Titel „Aus dem Schatten treten – Wie kommuniziere ich mit Menschen mit Demenz?“ lädt die Demenzhilfe Oldenburg für diesen Dienstag in der Reihe „Treffpunkt Demenz“ um 16 Uhr in die Landesbibliothek ein. Der Eintritt ist frei.

Angehörige müssen bei der Kommunikation mit Demenzpatienten in vielen Bereichen umdenken: „Wir gehen in einem Gespräch in der Regel davon aus, dass andere wissen, was wir meinen“, sagt Marlene Dirks, Leiterin der Beratungsstelle der DemenzHilfe Oldenburg. „Das ist schon bei der Kommunikation zwischen zwei gesunden Menschen häufig eine Fehleinschätzung. Bei Demenz kommt hinzu, dass Betroffene zunehmend in ihrer eigenen Welt leben. Für den Gesunden selbstverständlich, dass er sich gerade zu Hause befindet – der Demenzkranke hat es möglicherweise vergessen und will heimgehen. Angehörige und Demenzbetroffene gehen oft von verschiedenen Voraussetzungen aus“, sagt Dirks. Das könne zu Streit führen, zumal ein Mensch mit Demenz sich seines Gedächtnisverlusts in der Regel nicht bewusst sei. Deshalb seien vor allem die Angehörigen gefragt, das Gespräch zu steuern und konfliktfrei zu gestalten. Dazu müssten sie sich über die Krankheit informieren. So könnten sie besser einschätzen, warum sich ihr Gegenüber so verhalte.

In konkreten Rollenspielen haben Friedlinde Köhler (Demenzhilfe Oldenburg) und Imke de Reuter (Karl-Jaspers-Klink) in einer szenischen Lesung Beispiele einer gelingenden Kommunikation mit Demenzerkrankten erarbeitet.