OLDENBURG - Neue Klinik für kranke Kinder und Jugendliche: Vor 200 geladenen Gästen wurde an diesem Dienstag der Grundstein für den Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP-Klinik gelegt) gelegt. 10 Millionen Euro werden in den Neubau zwischen dem Reha-Zentrum und dem Hallenbad Kreyenbrück investiert, 8,5 Millionen davon übernimmt das Land Niedersachsen (die NWZ berichtete).
Ein kompletter Umbau der alten Kinderklinik wäre die Alternative gewesen, doch der „hätte den Anforderungen einer modernen Klinik nicht standhalten können“, sagte Dr. Agneta Paul, Direktorin der neuen Klinik. Und ein Umbau sei kostenintensiver als die Neubauvariante. Außerdem, so merkte Rudolf Mintrop, Geschäftsführer des Klinikums, an, „wäre es in der alten Kinderklinik durch bauliche Vorgaben nie möglich gewesen, dass jede Station einen eigenen, so wichtigen Außenbereich hat.“
Auf dem über 19 000 Quadratmeter großen Areal an der Brandenburger Straße ist schließlich genug Platz für eine Klinik mit den nötigen Ausmaßen. 3605 Quadratmeter beträgt die Grundfläche des Gebäudes, was Stationsgrößen von zwölf Betten für die allgemeine Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie eine Station mit acht Betten für Schutzbedürftige zulässt.
Für Berndt Zabel, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, wird mit dem Neubau „ein Zeichen gesetzt, wie wichtig uns die Genesung der psychisch kranken Kinder und Jugendlichen ist“. Er freute sich, dass den Bedürfnissen von Patienten und Mitarbeitern auch in der Architektur Rechnung getragen werde. Die zentrale Erschließungshalle bildet den Mittelpunkt des Gebäudes. Von ihr führen fächerförmig fünf längliche Bauteile weg; die Anlage ähnelt von oben einem Stern. Außerdem finden sich in dem Neubau eine Tagesklinik, eine Institutsambulanz sowie – besonders wichtig – eine Spielscheune.
Für Herbst 2008 ist der Umzug vorgesehen.
