Oldenburg/Hannover - Eckhard Stein, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg, übernimmt für die nächsten drei Jahre den Vorsitz der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN). Der Geschäftsführer eines Sanitär- und Heizungsbetriebes in Wilhelmshaven wurde jetzt zum Nachfolger von Karl-Wilhelm Steinmann, Präsident der HWK Hannover, gewählt.
Stein bringt große ehrenamtliche Erfahrungen mit. Er dürfte als Vorsitzender des LHN-Bildungsausschusses die Aus-, Fort- und Weiterbildung weiterhin im besonderen Fokus halten, hieß es. Der Wilhelmshavener bildet auch selbst Nachwuchs aus.
Story der NWZ-Wirtschaftsredaktion über einen Besuch bei Eckhard Stein
Stein betonte bei seinem Amtsantritt, dass das niedersächsische Handwerk mit seinen 85.000 Betrieben und über 545.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund des hohen Fachkräftebedarfs vor großen Herausforderungen stehe. Die wirtschaftliche Lage im Handwerk sei sehr robust, die Chancen für junge Menschen bis hin zur Gründung einer eigenen betrieblichen Selbständigkeit außerordentlich gut. „Gerade die Energie- und Klimawende ist ohne das Handwerk nicht zu schaffen. Corona hat zudem gezeigt, wie systemrelevant das Handwerk in seiner ganzen Bandbreite ist“, sagte der Diplom-Ingenieur. Zusammen mit dem Haupt- und Ehrenamt der Mitgliedskammern der LHN werde er sich für handwerksgerechte Rahmenbedingungen einsetzen, um die Herausforderungen erfolgreich zu bestehen. Auf die neue Aufgabe freue er sich sehr.
Die Landesvertretung setzt sich nach eigenen Angaben am Sitz der Landesregierung und des Landtags in Hannover für handwerksgerechte Rahmenbedingungen für Betriebe und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Dabei geht es etwa um Fragen der Bildungspolitik, der Handwerksförderung und -ordnung. Die Landesvertretung entwickelt mit den sechs niedersächsischen Handwerkskammern Vorschläge und Stellungnahmen für eine mittelstandsorientierte Gesetzgebung.
Steins Vertreter auf Landesebene wurde Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Er wird gleichzeitig die niedersächsischen Interessen auf der Bundesebene beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) einbringen. Eine Veränderung gab es auch auf der Arbeitnehmerseite. Vizepräsident Hartmut Kahmann aus Hildesheim trat nicht wieder an. Die Funktion als Sprecherin für die Arbeitnehmervizepräsidenten und Beschäftigten in den Betrieben des niedersächsischen Handwerks auf Landesebene nimmt in Zukunft Stephanie Wlodarski, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Hannover, wahr.
