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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Oldenburg bekommt einen E-Mobilitätskoordinator

09.04.2019

Oldenburg /Hannover Der Ausbau des E-Ladesäulennetzes in Niedersachsen kommt langsam voran. Laut Bundesnetzagentur wuchs die Zahl der öffentlich zugänglichen Säulen von 615 Anfang Dezember auf 742 Anfang April.

E-Ladesäulen

Mehr tun

Rüdiger Zu Klampen

Was muss zuerst da sein: die Henne oder das Ei? Fragen dieser Klasse kommen früher oder später auf einen zu, wenn man sich mit der Elektromobilität und mit Möglichkeiten zum Aufladen der E-Autos befasst. Klar, mag mancher denken: Erst einmal müssen genügend Ladepunkte her. Dann kann man es wagen, sich ein Elektroauto zuzulegen, denn mit so einem Elektrokarren kommt man ja bekanntlich nur einige Hundert Kilometer weit.

Oder eben andersherum: Erst einmal brauchen wir genügend Elektroautos. Dann kann es sich irgendwann lohnen, massenhaft Ladesäulen zu errichten und zu betreiben.

Beide Sichtweisen haben natürlich ihre Berechtigung. Aber der Ausweg kann nur heißen: Jemand muss in Vorleistung gehen. Also Geld in die Hand nehmen, mutig Technologie-Entscheidungen treffen und dann Strom-Ladesäulen und die Handwerker bestellen.

Zu so etwas ist nur bereit, wer langfristig denkt. Denn mit Ladesäulen lässt sich kurzfristig meist kein Geld verdienen – es gibt einfach zu wenig Elektroautos. Auf mittlere Sicht aber kann es sich auszahlen, diesen sich abzeichnenden neuen Kraftstoff-Markt schon einmal zu besetzen. Lobenswert ist das Engagement der EWE und immer mehr Unternehmen und Behörden in der Region. Ein Anfang ist gemacht.

Grundsätzlich muss aber die Frage gestellt werden, ob die Erfordernisse der neuen Ära schon ausreichend in den Köpfen verankert sind und systematisch berücksichtigt werden – mit Blick weit voraus. Was ist zum Beispiel mit Bauleitplanung, Wohnungs- und Straßenbau sowie dem Stromverteilungsnetz?

Und wahrscheinlich ist ja E-Mobilität nur der Anfang. Irgendwann kommen Brennstoffzelle und synthetische Kraftstoffe (E-Fuels). Auch dafür brauchen wir dann natürlich eine Infrastruktur. Die Ladesäulen dürfen also buchstäblich nicht den Weg zu weiteren Technologiestufen verbauen.

Bei den großen Städten des Bundeslandes herrscht aber Uneinigkeit darüber, ob deutlich mehr Ladestationen auf öffentlichen Flächen installiert werden sollen als bisher – zumal mehrere Städte berichten, dass ihre vorhandenen Stationen bisher nicht ausgelastet sind.

Die Stadt Oldenburg will das Thema E-Mobilität weiter voranbringen. Dazu stellt sie zum 2. Mai einen E-Mobilitätskoordinator ein, sagte Sprecher Stephan Onnen der NWZ. Eine der ersten Aufgaben: fürs Internet eine Übersicht aller Ladestationen im Stadtgebiet zu erstellen.

Nicht nur das Netz an E-Ladesäulen ist noch im Aufbau, auch bei der Nutzung gibt es noch Anfangsprobleme. Laut Stadtsprecher Onnen ist eines die unterschiedlichen Bezahlsysteme. Ein anderes sind die Fremdparker. Künftig soll mittels Schildern oder Tarifen verhindert werden, dass die Plätze einfach zum Parken benutzt werden.

So sieht es in den sechs größten Städten aus:

HANNOVER

Der örtliche Energieversorger enercity betreibt nach eigenen Angaben 25 Ladestationen mit 62 Ladepunkten – Ladepunkte werden die einzelnen Steckdosen an den Säulen genannt. Bis 2020 soll die Zahl der Ladepunkte in Hannover auf 480 steigen, teilte die Stadt mit.

BRAUNSCHWEIG

Aktuell stehen nach Angaben der Stadt 17 Schnellladesäulen mit 36 Ladepunkten zur Verfügung, die von der Stadt aufgestellt wurden. Die Stationen seien aktuell noch nicht ausgelastet. Weitere Ladestationen seien daher nicht in Planung, erklärte die Stadt.

OLDENBURG

Nach Kenntnis der Stadt gibt es zurzeit 28 öffentlich zugängliche Stationen mit mehr als 80 Ladepunkten. Die Stadt selbst betreibt keine Ladesäulen, der Großteil stammt vom Energieversorger EWE. Im Laufe dieses Jahres sollen zehn weitere Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten dazukommen. Damit gebe es dann insgesamt mehr als 100 Ladepunkte – fast so viele wie Elektroautos. 108 sind (Stand 2017) bei der Stadt registriert, außerdem 464 Hybridautos.

OSNABRÜCK

Die Osnabrücker Stadtwerke haben 80 öffentliche Ladepunkte installiert. Wie viele im laufenden Jahr dazukommen, sei noch unklar. Man wolle „maßvoll zubauen“, sagte ein Sprecher. Aus Sicht der Stadtwerke reicht das Angebot an Ladestellen aktuell für die Zahl der in Osnabrück fahrenden E-Autos.

WOLFSBURG

Der VW-Standort Wolfsburg verfügt von den befragten Städten über die meisten Ladepunkte. Rund 330 seien es aktuell, erklärte eine Sprecherin. Im Sommer soll ein Schnelllade-Park errichtet werden, erstmals sollen auch flexible Ladesäulen getestet werden.

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Stefanie Dosch Newsdeskmanagerin / Politikredaktion
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