OLDENBURG/HANNOVER - OLDENBURG/HANNOVER - Ob überhaupt und falls ja wann Oldenburg eine Feinstaub-Mess-Station bekommt, ist ungewiss. Das hat die Sprecherin des Niedersächsischen Umweltministeriums, Jutta Kremer-Heye, gestern auf Anfrage der NWZ erklärt. Nach ihren Worten hat die Stadt die Einrichtung einer solchen Station beantragt.

Niedersachsen habe seit den Neunziger Jahren ein Netz von Mess-Stationen über das Land gelegt, sagte die Sprecherin. Der Raum um Oldenburg werde von den Stationen Südoldenburg, Jadebusen (im Wilhelmshavener Stadtteil Voslapp) und an der Wesermündung abgedeckt. Die Stadt selbst sei zunächst als Standort nicht vorgesehen gewesen, weil die Luft dort im Vergleich zu anderen Regionen des Landes noch weitgehend in Ordnung sei.

Nach einer Übersicht des Ministeriums gibt es in Niedersachsen 27 Mess-Stationen. Allerdings werden nach Angaben der Sprecherin nicht überall sämtliche Werte gemessen. Feinstaub-Werte würden zudem erst seit etwa fünf Jahren erfasst.

Messungen der Schadstoffbelastung speziell durch den Verkehr (die derzeit im Mittelpunkt der Diskussion stehen) laufen laut Ministerium nur an speziellen Verkehrsstationen. Davon gibt es drei: in Hannover, Hildesheim und Braunschweig, wo die Belastung am größten sei. Zudem befinden sich zwei weitere in Hannover in der Pilotphase.

„Einige Städte haben darum gebeten, einen Container aufzustellen“, sagte Jutta Kremer–Heye (wobei es im Sprachgebrauch des Ministeriums keinen Unterschied zwischen Containern und Stationen gibt). Dazu gehörten Oldenburg und Osnabrück, die den Wunsch nach Verkehrsstationen geäußert hätten.


Das Ministerium prüfe derzeit, ob man die Stationen aus der Erprobungsphase an anderer Stelle aufbaue oder weitere anschaffe. „Eine Station kostet in abgespeckter Form 70 000 Euro“, erklärte die Sprecherin. Bevor eine Entscheidung falle, werde das Ministerium untersuchen, wo die Belastung erwartungsgemäß so hoch sei, dass dort eine Station hin müsse, und dann Prioritäten festlegen. Ein Zeitfenster dafür (und für eine eventuelle Stationierung in Oldenburg) gebe es nicht – „aber das wird auf jeden Fall zügig gemacht“. Auf Nachfrage präzisierte sie: Das werde „bestimmt nicht drei Jahre“ dauern.