OLDENBURG - Pflegejob statt Hartz IV: Ab 1. November können sich Langzeitarbeitslose zu Pflegehilfskräften ausbilden lassen. Die einjährige Fortbildung „Präsenzkraft in der Pflege“ wurde vom Bildungswerk „Verdi“ in Zusammenarbeit mit der Hartz-IV-Behörde (Arge) und der Hansa GmbH (Träger von 18 Seniorenheimen) konzipiert. Zur Projekt-Finanzierung stehen 100 000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds bereit.

In den zwölf Monaten sollen die maximal 18 Teilnehmer nicht nur im Berufsfeld der Pflege unterrichtet werden. Sie erwerben auch Spezialkenntnisse für den Umgang mit demenzkranken Menschen. Für Absolventen bieten sich nach Angaben von Kurt Plagge, Personalleiter bei der Hansa GmbH, sehr gute Chancen für den Einstieg oder die Rückkehr ins Berufsleben: „Es gibt es einen großen Bedarf an Fachkräften.“ Bei einem ähnlichen Kurs in Bremerhaven seien alle Teilnehmer vermittelt worden.

Um vor allem alleinerziehenden Frauen die Teilnahme zu ermöglichen, wird die Fortbildung in Teilzeitform angeboten. „Das war uns wichtig“, so Arge-Teamleiterin Irene Abeln-Schöning.

Über die Arbeit in einem Pflegeheim können sich interessierte Kursteilnehmer am 1. Oktober im Seniorenzentrum am Küstenkanal bei einem Tag der offenen Tür informieren. Die Eignung der Kandidaten wird in einem vierwöchigen Kurs vor Beginn der Fortbildung abgeklopft. Erfahrene Pflegekräfte unterrichten die Teilnehmer. Die praktische Ausbildung erfolgt in Heimen und bei ambulanten Pflegeeinrichtungen.

Infos und Beratung zum Kurs unter Tel. 98 08 05-0, 0176/44 58 09 83 (Verdi) oder 219 70-24 12 (Arge).