OLDENBURG - Eigentlich hatten Bernd Feeken und Axel Iven nur ein neues Domizil für ihr Unternehmen gesucht. Hochwertig und innenstadtnah sollte es sein – und so fiel der Blick auf das 1814 erbaute klassiszistische Baudenkmal an der Heiligengeiststraße. Heute residieren die Projektentwickler und Bauträger Iven& Feeken zwar im Haus daneben, dem ehemaligen Dobrat-Haus, aber aus der Keimzelle Baudenkmal ist das Projekt Heiligengeisthöfe geworden: Ein einzigartiges Projekt auf einem Hektar Fläche in Innenstadtlage, das Iven&Feeken gemeinsam mit dem Bauunternehmen Heinrich Hecker realisieren.

Zurzeit gähnt zwischen Pius-Hospital und Finanzamt eine riesige Baugrube. „Am 6. und 7. Februar wird die Sohle für die Tiefgarage gegossen“, kündigt Feeken an. Der Planer und Investor beschäftigt sich aber schon mit dem nächsten Schritt: „Am 8. oder 11. Februar beginnen wir mit der Vermarktung der Wohnimmobilien“, verrät er – ohne jede Anspannung, denn für die etwa 25 hochpreisigen Domizile zwischen Georgstraße, Grüner Straße, Heiligengeiststraße und 91er Straße gibt es bereits eine 200 Interessenten umfassende Warteliste. „Hochwertiges Wohnen, direkt in der City – und ohne Parkplatzprobleme“, so umreißt Feeken die Magnetwirkung der Häuser. „Es gibt ein großes Klientel, das bereit ist, dafür Geld auszugeben.“

Ein solches Konzept könne aber nur funktionieren, wenn man es ganzheitlich angeht, sagt Feeken – „es muss in allen Teilen hochwertig sein.“ Dieser Ansatz spiegelt sich auch bei der Vermietung der Häuser an der Heiligengeiststraße wieder: Ein Friseur mit modernem Konzept ist schon da, die Privatbankhäuser Plump und Neelmeyer stehen kurz vor dem Start, die Personaldienstleister timecon und optavis (für Führungskräfte) haben unterschrieben, ebenso wie die Werbeagentur dpo. „Für die Einzelhandelsfläche im Baudenkmal haben wir auch sehr viele Anfragen“, sagt Feeken, „aber wir halten an unserer Idee einer Markthalle mit Feinkost fest.“ So spricht einer, der an sein Konzept glaubt. „Wir sind nicht umsonst mit Hecker bei der Finanzierung des Projekts ins eigene Risiko gegangen“. Da es funktioniert, denkt er auch schon weiter: „Wir haben Pläne für Oldenburg in ähnlicher Dimension“, sagt er, ohne Näheres zu verraten.

Die Tiefgarage werde sich ebenfalls in das Hochwert-Konzept einfügen: Hell, lichtdurchflutet, ohne Betonstelzen und Rohre unter den Decken – „und ohne abgelegene Ecken“, verspricht Feeken. Die Einfahrt wird von der Grünen Straße erfolgen, die Ausfahrt zur 91er Straße. Eröffnet werden soll sie im September.

Die Wohnhäuser und das Ärztehaus, u.a. mit Radiologie und Apotheke, sollen im ersten Quartal 2009 fertig sein.


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