OLDENBURG - Hier spiegelt sich das Licht in einem Tiffany-Mobile, und dort kann man selbst gestrickte Socken im Erdbeerlook bekommen. Zwei Gänge weiter riecht es nach Räucherstäbchen: Eine große Vielfalt an Kunsthandwerken gab es am Sonntag auf dem Pferdemarkt zu bestaunen und zu kaufen.
Der Kunsthandwerkermarkt hat viele Fans, die auch von dem wechselhaften Wetter nicht von einem Bummel abgeschreckt werden. Sie lassen sich von den Kunstwerken bezaubern. Von den Männern sind einige allerdings „nur meiner Frau zuliebe mitgekommen“, wie ein älterer Herr zugibt.
Es gibt Schmuck aus unterschiedlichen Materialien, süße Holzfiguren, duftende Seifen, Kissen in Form eines Nilpferdes und vieles mehr.
Getrost den Löffel abgeben darf man am Stand von Goldschmiedemeisterin Ute Folkerts. Rosemarie Boekhoff hat sich hier gerade ein Armband gekauft, aber kein gewöhnliches: Bei Ute Folkerts gibt es Schmuck aus antiken Bestecken. So ist auch das Armband aus einer antiken Gabel hergestellt.
Wer möchte, darf auch gerne sein eigenes Besteck mitbringen, um sich daraus z.B. Ohrringe, Ketten oder Ringe machen zu lassen – die Idee ist übrigens patentiert. „So etwas habe ich noch nie gesehen, das ist ein richtiger Hingucker-Schmuck, den hat nicht jeder“, freut sich Rosemarie Boekhoff.
Eine amüsante Ostfriesische Wetterstation, die sicherlich auch nicht jeder hat, gibt es bei Karin Schmidt. Man braucht für diese Wetterstation eigentlich nur einen Stein. Zum Stichwort „Stein nass“ kann man auf der Holztafel nachlesen: „Regen“. Ist der Stein dagegen heiß, scheint die Sonne.
Außerdem gibt es am Brandmalerei-Stand so genannte Zwitscherboxen zu kaufen, die allerdings völlig stumm bleiben: Getarnt in einem Vogelhäuschen lassen sich dort problemlos ein Gläschen und ein Fläschchen Hochprozentiges verstauen. Seit zwölf Jahren ist Karin Schmidt bereits auf dem Kunsthandwerkmarkt vertreten. Ihr Mann sägt und schleift, während sie graviert. Ihr gefällt der Markt, und mit der Kundschaft ist sie auch zufrieden.
Bei Manfred Wolffson gibt es Erzgebirge-Miniaturen und Spielwaren – passend zum Veranstaltungsort kann man bei ihm viele kleine Pferdchen in unterschiedlichen Ausführungen kaufen.
Einige Schritte weiter stehen mehrere Menschen bei „Arno, dem Hobby-Winzer“ und probieren das ein oder andere Gläschen Wein.
Währenddessen stöbern Erika und Carsten Labinsky nach einem Geschenk für einen Geburtstag: „Meine Schwiegermutter wird 70, aber vielleicht haben wir sogar schon etwas gefunden: eine Keramikschildkröte hat uns gut gefallen“, erzählt die Oldenburgerin. Sie habe sich den Markt zwar größer vorgestellt, aber dennoch finde sie ihn toll und sei vor allem von den vielen Schmuckständen, die Schmuck aus vielfältigen Materialien anbieten, angetan.
„Das ist richtiger HinguckerSchmuck, den hat nicht jeder.“
R. Boekhoff
