OLDENBURG - Mit 65 Millionen Leone kehrt der freundliche Musa Bainda zurück in seine westafrikanische Heimat. Seit dem 24. April war der Projektleiter für einen Krankenhausbau in Sierra Leone hier. Alle fünf Oldenburger Krankenhäuser hatten sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie wollten mit diversen Aktionen den Bau dieser Klinik in Bo unterstützen: 13  000 Euro kamen so zusammen.

Symbolisch wurde Musa Bainda am Freitag beim Abschied auf dem Oldenburger Bahnhof ein Koffer in die Hand gedrückt. Für das Sammeln des Geldes hatten viele Helfer in den Kliniken und anderswo Hand in Hand gearbeitet: Es wurde getrommelt, massiert, gekocht und gesungen. Musa Bainda, der in einer Bank in Freetown arbeitete und in Deutschland Hotelmanagement studierte, betreut das Projekt in seiner Heimat und in Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Verein „Hilfe direkt“ um Gisela Bednarek.

Als erstes wird er mit dem Geld Fenster einbauen lassen. „Wegen der Regenzeit hat das absoluten Vorrang“, sagt der 54-Jährige. Wenn dann noch Geld übrig sei, werde der zweite Stock mit Fliesen, Wasser- und Stromleitungen sowie Toiletten und Waschbecken ausgebaut. In den vergangenen zehn Wochen hat er in Oldenburg viele Vorträge in Schulen, Kirchen und Vereinen gehalten.

Nun kehrt er mit einem Glücksgefühl in seine Heimat zurück – und das nicht nur wegen des Geldes. Die Freundlichkeit der Menschen hier hat ihn beeindruckt sowie deren Engagement für Bo. Dass sogar noch ein Krankenwagen von den Maltesern als Spende in Kürze verschifft wird, darüber freut er sich besonders.

Auch weiterhin engagieren sich Klinikum, Evangelisches, Pius-Hospital, Reha-Zentrum und Jaspers-Klinik für Bo.