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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

EWE-Gaspreis steigt um fast 11 Prozent

01.12.2018

Oldenburg Nun ist es ’raus: Die bereits angekündigte Gaspreiserhöhung der EWE wird für einen Einfamilien-Haushalt (etwa 20 000 Kilowattstunden Verbrauch pro Jahr) etwa zwölf Euro pro Monat Mehrbelastung bedeuten. Dies erläuterte EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler am Freitag vor der EWE-Verbandsversammlung den kommunalen Eigentümern.

Es gehe um eine Preiserhöhung von knapp elf Prozent, sagte Dohler im Gespräch mit der NWZ-Wirtschaftsredaktion am Rande der Veranstaltung. Grund der Anhebung seien „deutlich gestiegene Beschaffungskosten“. Diese machten einen relativ hohen Anteil am Gesamtpreis aus. Die Preisanhebung werde im Februar 2019 wirksam. Im Dezember soll es eine Information für die Kunden geben. Von der Preisanhebung nicht betroffen, die mit EWE einen festen Preis („Fix“) vereinbart (hatten).

Der EWE-Chef betonte zugleich, entgegen dem Trend von mehreren Hundert Versorgern, die den Strompreis anheben, werde der Oldenburger Versorger in diesem Bereich Stabilität bieten. Dies ermöglichten demnach Entlastungen bei Kosten für das Netz und EEG-Abgaben.

Neues gibt es auch zum Türkei-Geschäft der EWE. Dohler ist zuversichtlich, sich noch bis Ende des Jahres grundsätzlich mit einem Investor auf eine Übernahme einigen zu können: „Wir kommen in dem Verfahren weiter und sind auf einem guten Weg.“ Der rechtliche Vollzug sei im nächsten Jahr denkbar.

Es geht um Aktivitäten im Bereich Energie und Telekommunikation. In der Türkei haben EWE-Töchter bereits mehr als eine Million Kunden. Das Engagement wurde angesichts der politischen Verhältnisse in dem Land auch im Gesellschafterkreis immer kritischer gesehen. Trotz deutlicher Expansion vor Ort verloren die Anteile der EWE dennoch an Wert (in Euro). Grund ist der Verfall der türkischen Währung.

Dohler bekräftige bei der Verbandsversammlung auch nochmals die Pläne, Kräfte beim Infrastrukturausbau teils mit der Telekom zu bündeln. Dies solle dazu führen, dass „schneller mehr Kilometer Leitung“ verlegt werden.

Der EWE-Chef bestätigte auch das Ziel, die Windstromproduktion an Land („onshore“) auszubauen. Er appellierte an die Kommunalvertreter, bei der Herstellung von Akzeptanz vor Ort mitzuhelfen.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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