OLDENBURG/HUDE - OLDENBURG/HUDE - Bei ihrem Betriebsbesuch bei der Büfa (Büsing& Fasch GmbH& Co. KG) in Oldenburg stellte die Zukunftswerkstatt Ausbildungsplatzinitiative (Zwaig) am Donnerstag Berufsausbildungen im Bereich „Produktionsfachkraft Chemie“ vor. Die Auszubildenden zum Chemikanten, Chemielaboranten, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und zur Produktionsfachkraft – Chemie hielten dabei selbst jeweils einen Vortrag, die Auszubildenden zum Chemielaboranten verblüfften die Zuschauer außerdem mit einem Versuch, bei dem sie Polyurethan (ein Hartschaum) herstellten. Dieses Material wird zum Beispiel auch bei der Herstellung von Schuhsohlen verwendet.
Die Büfa will künftig vermehrt Hauptschülern einen Ausbildungsplatz geben. Da Hauptschüler in der Regel einige Defizite aufwiesen, würden sie bei der Büfa speziell gefördert und unterstützt, so Rainer Krause, Bereichsleitung Personal, in seinem Vortrag. Dieses Konzept steht somit im Einklang mit der Zwaig, das Gerd Jacoby, stellvertretender Vorsitzender der Zwaig, erläuterte. Die beiden Mottos der Zwaig sind „Niemand soll übrig bleiben“ und „Allen Jugendlichen eine Chance“.
Die Ausbildungen zum Chemikanten und Chemielaboranten dauern mit dreieinhalb Jahren am längsten, die zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik dauert drei Jahre. Die Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie dauert nur zwei Jahre, „aber es besteht die Möglichkeit, bei guten Leistungen, auch den schulischen, zum Chemikanten aufzustocken“, erzählt Milan Eichbaum, der es selbst so getan hat. Die Bezahlung in der Ausbildung ist bei allen die gleiche.
Krause berichtete, dass es für die technischen Berufe schwer sei, Bewerber zu bekommen, da dieser chemische Bereich im Norden nicht bekannt genug sei. Vor allem Mädchen hätten in der Regel nicht viel mit diesen Berufen zu tun.
Nach den Vorträgen konnte man beim Rundgang über das Gelände der Büfa einen Blick auf die Apparaturen werfen, mit denen die Auszubildenden zu tun haben. An dem Informationsnachmittag teilgenommen haben u.a. drei Schüler/-innen der Peter-Ustinov-Schule. Sie fanden die vorgestellten Berufe interessant und konnten sich solch eine Ausbildung für sich selbst vorstellen.
