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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

So geht es den Unternehmen im Oldenburger Land

19.01.2019

Oldenburg Die Stimmung in den Unternehmen im Oldenburger Land ist zum Ende des vergangenen Jahres weiter abgekühlt. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Oldenburgischen Indus­trie- und Handelskammer (IHK) hervor. Der Konjunkturklimaindex, der als das Stimmungsbarometer der regionalen Wirtschaft gilt, ist um 2,6 Zähler auf 115,1 Punkte gefallen und liegt damit nach Angaben der Oldenburgischen IHK erstmal seit zwei Jahren unterhalb des Fünf-Jahres-Durchschnitts von 117,0 Punkten. Befragt wurden dafür rund 450 Unternehmen aus der Region.

Sehen Sie hier eine Grafik zur Entwicklung des IHK-Konjunkturklimaindex der vergangenen Jahre

„Es sind insbesondere die Aussichten auf 2019, die vielen Unternehmen Sorgen bereiten“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Hildebrandt. Zu nennen wären Unsicherheitsfaktoren wie das Hickhack um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und der Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Das sagen die einzelnen Branchen

Die Industrie: Zum zweiten Mal nacheinander gingen die Auftragseingänge zurück. Der Auftragsbestand wird aber noch von jedem zweiten Befragten als saisonüblich bewertet. Das Baugewerbe: Auch wenn die Auftragseingänge im vierten Quartal 2018 leicht gefallen sind, berichtet jedes zweite Unternehmen von einer Auftragsreichweite von mehr als vier Monaten. Der Einzelhandel: Die Stimmung hat sich im Vergleich zum Vorquartal verbessert. Das Weihnachtsgeschäft ist für die meisten Händler gut verlaufen. Die Umsätze von Bekleidungs- und Schuhhändlern litten unter dem wenig winterlichen Wetter. Die Großhändler: Mehr als 40 Prozent der Befragten berichten von guten Geschäften. Sorgen bereiten der Brexit und die wachsende Unruhe auf internationalen Märkten. Transport und Logistik: Die Geschäftslage ist im vierten Quartal 2018 schwächer verlaufen als in den Vorquartalen, ist aber nach wie vor positiv. Dauerproblem ist der Mangel an Fachpersonal. Dienstleister: Die überwiegende Zahl der Dienstleister berichtet von guten Geschäften. Bürokratische Hemmnisse durch geplante gesetzliche Reglementierungen trüben die Geschäftserwartungen.

Nach Angaben der Oldenburgischen IHK sinken seit zwei Quartalen die Auftragseingänge in der Industrie aus dem Ausland. Auch der Großhandel spüre die nachlassende Nachfrage und habe daher seine Umsatzprognose gesenkt. Im Einzelhandel werden als Gründe für eine eher ungünstigere Entwicklung die nach wie vor steigende Konkurrenz durch den Onlinehandel und die allgemein zurückhaltende Einschätzung der zukünftigen Wirtschaftslage genannt, die sich negativ auf die Konsumlaune der Verbraucher auswirken könnte.

„Die Konjunkturrisiken haben deutlich zugenommen“, sagte Hildebrandt. Im Vergleich zum Vorquartal befürchten nach Angaben der Oldenburgischen IHK mehr Großhändler sowie Transport- und Logistikunternehmen ein Sinken der Inlandsnachfrage. Für die Industrieunternehmen sind steigende Arbeitskosten und der Rohstoffbezug ein zunehmendes Risiko. Hinzu kommen branchenübergreifende Probleme wie der Fachkräftemangel.

Was die Situation noch verschärfe, seien laut Hildebrandt „hausgemachte Pro­bleme“. Beispielsweise hätten sich die Unternehmen in hohem Maße über die steigende Bürokratiebelastung unter anderem durch die Datenschutzgrundverordnung, das Verpackungsgesetz, Arbeitsschutzvorschriften und Dokumentationspflichten beschwert. Das bedeute „einen hohen Zeit- und Kostenaufwand“, erklärte Hildebrandt. Er forderte daher eine Entlastung der Betriebe.

Trotz der abgekühlten Stimmung gebe es laut Hildebrandt aber keinen Anlass zu überzogenen Sorgen. Die Binnenkräfte seien nach wie vor stark. Jedes dritte Unternehmen plane, die Investitionen zu erhöhen, jedes zweite behalte das Investitionsvolumen bei. Die Beschäftigtenzahl dürfte weiter steigen.

Die aktuelle Lage werde von mehr als 90 Prozent der Befragten als gut oder befriedigend bewertet. Nur knapp acht Prozent sind unzufrieden. Im Bau- sowie im Dienstleistungsgewerbe läuft es rund. Industrie sowie Transport- und Logistikgewerbe bewerten trotz nachlassender Stimmung ihre Lage überwiegend als zufriedenstellend. Im Einzel- und im Großhandel wird die Lage sogar besser bewertet als im Vorquartal.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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