OLDENBURG - Einer der größten Schandflecke in der Innenstadt wird nicht saniert: Die seit Jahren leer stehenden Broweleit-Häuser werden weiter brach liegen. Pläne, dort ein anspruchsvolles Vier-Sterne-Hotel (50 bis 70 Betten) zu bauen, sind geplatzt.

„Gern hätte die Erbengemeinschaft Neumüller dort in Zusammenarbeit mit dem Altera-Hotelier die Erweiterung des erfolgreichen Altera verwirklicht“, sagt Anwalt Otto Korte. Der Testamentsvollstrecker des Nachlasses von Heinz Neumüller (CeWe-Color) sieht aber keine Chance, dort unter den derzeitigen Bedingungen wirtschaftlich erfolgreich zu investieren.

Grund für das geplatzte Projekt seien „öffentlich-rechtliche Bedingungen“ und die Parkplatzsituation. Denn für ein anspruchsvolles Hotel mit Kongressmöglichkeiten sind umfangreiche Parkflächen nötig. Unter den alten Broweleit-Häusern wäre dies nur in einer sehr teuren, mehrgeschossigen Lösung möglich gewesen. Und dann würde sich das Projekt nicht mehr rechnen. Gleichzeitig hätte Hotelier Michael Schmitz gern den Taxistand vom Waffenplatz verlegt und dort einen begrünten Platz mit einer (Außen-)Gastronomienutzung aufgebaut.

Rechtsanwalt Korte sieht nun die Stadt in der Pflicht: „Wenn die Verwaltung ein schlüssiges städtebauliches Konzept vorlegt, sind wir gesprächsbereit.“ Bis dahin werde in die leerstehenden Gebäude aber nicht investiert. „Wir werden nur unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen.“

Alternativ zu einem Hotel könne er sich am Waffenplatz auch eine höherwertige Büronutzung mit Geschäften und Gastronomie im Erdgeschoss vorstellen. In den oberen Etagen könnten z.B. auch Wohnungen entstehen.