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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

EWE und Telekom ziehen an einem Strang

22.03.2019

Oldenburg Die Oldenburger EWE und die Deutsche Telekom (Bonn) kooperieren beim Ausbau des Glasfasernetzes im Nordwesten. Am Donnerstag wurde der Vertrag für die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens (Joint Venture) namens „Glasfaser NordWest“ unterzeichnet, wie beide Konzerne mitteilten. Eine entsprechende unverbindliche Absichtserklärung hatten die beiden Unternehmen bereits im Dezember 2017 unterschrieben.

Das geplante Joint Venture bedarf allerdings noch der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. „Wir rechnen mit einer Prüfungsdauer von mindestens vier Monaten und könnten dann – sofern das Bundeskartellamt uns grünes Licht gibt – im Sommer starten“, sagte EWE-Sprecher Mathias Radowski. Sitz des Gemeinschaftsunternehmens soll Oldenburg sein.

Zwei Milliarden Euro

Nach Angaben des Oldenburger Energie- und Telekommunikationsunternehmens soll „Glasfaser NordWest“ in den nächsten zehn Jahren bis zu 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte im EWE/Osnatel-Gebiet, das Teile Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Bremens umfasst, mit schnellem Internet versorgen. Technische Grundlage sollen Glasfaserverbindungen bis in Haus (Fibre to the Home/FTTH) sein.

Dafür wollen EWE und Telekom insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro investieren, die hälftig von den beiden Konzernen getragen werden, sagte Radowski. Die Planungen seien zwar zunächst auf die nächsten zehn Jahre ausgelegt, grundsätzlich sei die Kooperation aber zeitlich nicht beschränkt.

Die beiden Unternehmen versprechen sich durch die Kooperation eine deutlich wirtschaftlichere Gestaltung des aufwendigen und durchaus kostspieligen Glasfaserausbaus. „Mit Glasfaser NordWest heben wir Synergien. Denn wir planen und bauen die Glasfaserinfrastruktur gemeinsam“, sagte Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland. Im Betrieb würden dann die Netze stärker ausgelastet. „Wir schließen auch jene Haushalte an, die sonst nicht so schnell versorgt würden“, betonte er.

Weiter Konkurrenten

„Glasfaser NordWest errichtet die Infrastruktur und legt damit die Basis für die Digitalisierung, und die Kunden haben die freie Wahl der Anbieter“, sagte EWE-Vorstandschef Stefan Dohler. Sprich EWE und Telekom bauen zwar das Glasfasernetz gemeinsam aus, bleiben aber bei den Produkten Konkurrenten und kämpfen hier weiter um jeden Kunden. Wie Dohler weiter erklärte, sollen die Dienste auf der neuen In-frastruktur allen interessierten Telekommunikationsunternehmen „zu den üblichen kommerziellen Bedingungen“ zur Verfügung stehen.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte, „Glasfaser NordWest“ leiste einen wichtigen Beitrag für das Ziel, ganz Niedersachsen gigabitfähig zu machen.

„Durch die neue Kooperation bekommt die Digitalisierung Niedersachsens wieder einen Schub“, sagte er.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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