OLDENBURG - 500 Thaler jährlich wurden vor 150 Jahren den Gründern der „agrikulturchemischen Kontroll- und Versuchsstation“ in Ebstorf (Landkreis Uelzen) aus dem Herzoglich-Braunschweigisch-Lüneburgischen Staatsministerium zugesichert, um einen Beitrag zur Qualitätsverbesserung der Lebensmittel zu leisten.
Eine Gründung, die sich auf bemerkenswerte Weise weiterentwickelte. Aus den damaligen Anfängen entstand die heutige Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt, deren Kürzel „Lufa Nordwest“ inzwischen zu einem Markenzeichen für modernste Untersuchungstechnik geworden ist. 380 Fachkräfte bearbeiten an den Standorten Oldenburg und Hameln mehr als eine Million Proben pro Jahr.
Staatliche Gelder hat das zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehörende Unternehmen nicht mehr nötig. Die Lufa bietet ihre Dienstleistungen gegen kostendeckende Gebühren auf dem freien Markt an und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 21 Millionen Euro.
Der Erfolg hat etwas mit der Qualität und dem Service zu tun. Lufa-Geschäftsführer Dr. Franz-Peter Engling: „Wir lassen unsere Kunden mit den Ergebnissen unserer Arbeit nicht allein, sondern helfen ihnen bei der Interpretation der Untersuchungswerte.“
Zu den wesentlichen Aufgaben gehören nach wie vor die Untersuchungen von Düngemitteln, Saatgut, Futtermitteln, Böden, Milch und Tierkrankheiten, erläuterten Kammerpräsident Arendt Meyer zu Wehdel und Kammerdirektor Jürgen Otzen am Donnerstag – einen Tag vor der Geburtstagsfeier, zu der mehr als 500 geladene Gäste an diesem Freitag in der Oldenburger Weser-Ems-Halle erwartet werden. Zu den Rednern gehören unter anderem Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Umweltminister Heinrich Sander (FDP).
Ein Ergebnis der Lufa-Arbeit: Die in Niedersachsen hergestellten Lebensmittel sind nach Ansicht von Geschäftsführer Engling so sicher wie noch nie. Damit das so bleibt, steht die Überprüfung von Lebens- und Futtermitteln auf Rückstände wie Schwermetalle, Pflanzenschutzmittel und Radioaktivität auch weiterhin im Zentrum der Lufa-Arbeit.
