OLDENBURG - Die Fachschule Landwirtschaft besteht seit 100 Jahren in Oldenburg – am Freitag, 10. Oktober, wird das in der Weser-Ems-Halle gefeiert.
Schon vor der Gründung der Schule im November 1908 hatte es „intensive Diskussionen gegeben, ob es denn richtig sei, junge Landwirtssöhne in die Stadt zu schicken“, erzählt BBS-3-Leiterin Thekla Dayen über die Historie. Der starke Andrang habe den Gründern aber von Anfang an Recht gegeben. Inzwischen haben mehr als 4000 Schüler die Landwirtschaftsschule besucht.
Bis 1911/1912 stieg die Schülerzahl auf 75 in zwei Unterstufen und einer Oberstufe. 1943 öffnete die Mädchenabteilung. Der Standort wechselte von der Würzburger Straße u.a. zur Wallstraße und schließlich in die Willersstraße. 1976 ging die Trägerschaft von der Landwirtschaftskammer aufs Land über, die Schule wurde Teil der BBS 3.
1908 reichte es für einen Schüler noch aus, mindestens 16 Jahre alt zu sein, eine gute Volksschulbildung zu haben und mit landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut zu sein, um aufgenommen zu werden. 2008 müssen ein Realschul-, ein Berufsschulabschluss und eine abgeschlossene landwirtschaftliche Berufsausbildung nachgewiesen werden.
Manches ist geblieben: Heute wie vor 100 Jahren ist die Landwirtschaftsschule darauf ausgerichtet, die Schüler auf ihrem Weg zu erfolgreichen Betriebsleitern zu begleiten und zu fördern, dabei Theorie und Praxis eng zu verbinden und ein Austauschforum zu bieten. Thekla Dayen: „Und es beschleicht einen beim Lesen der Schülerzeitungen das Gefühl, dass die Schüler sich in mancher Hinsicht nur in ihrer Kleidung verändert haben!“
Am 10. Oktober feiert die Landwirtschaftsschule ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Festball in der Weser-Ems-Halle unter dem Motto: „Ein großes Klassentreffen!“ Es gibt eine Festschrift und auf der Feier auch eine Ausstellung mit Fotos und vielem mehr. Mehr Infos (auch zum Karten-Vorverkauf) unter:
