OLDENBURG - Die Industrie- und Handelskammern (IHK) rücken 2009 bundesweit das Thema „Mobilität ist Zukunft“ in den Mittelpunkt. Auch die Oldenburgische IHK betonte am Montag bei der Auftaktveranstaltung die besondere Bedeutung des Themas und die vielen Facetten für die Region. „Mobilität spielt eine zentrale Rolle für das Funktionieren der Wirtschaft – auch im Oldenburger Land“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Ahrens.
Dr. Michael Ahrens, Stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer verwies darauf, dass Prognosen zufolge der Güterverkehr bis 2025 um 70 Prozent und der Personenverkehr um 19 Prozent ansteigen werden. „Engpässe sind schon jetzt unverkennbar“, sagte Ahrens.
Aufgrund seiner geografischen Randlage stehe das Oldenburger Land vor besonderen Herausforderungen. Allerdings böten sich durch die Globalisierung auch hervorragende Chancen, so Ahrens. Im Mittelpunkt stünden die Autobahn A 1, der Ausbau der Bundesstraße von Cloppenburg nach Meppen – für die die Kammer gemeinsam mit der IHK Osnabrück-Emsland 150 000 Euro aus der Wirtschaft einwerben will –, die Küstenautobahn und die Häfen samt deren Hinterlandanbindung.
Lange Zeit sei die Region bei der Verteilung der Infrastrukturmittel vernachlässigt worden. „Jetzt ist der Norden dran“, sagte Ahrens. Erste positive Auswirkungen hätten schon die Konjunkturprogramme der Bundesregierung mit sich gebracht. „Die Lücke zwischen baureifen Projekten und Baubeginn wird verkürzt“, so Ahrens. Exemplarisch verwies er auf die Ortsumgehung Schortens sowie die B 212 in der Wesermarsch.
Auch die Oldenburger IHK will das Jahresthema regional stärker in den Fokus rücken. So widme sich der Tag der Logistik am 16. April u.a. dem Thema Telematik zur Optimierung von Transporten. Am 17. Juni veranstaltet die Kammer einen Aktionstag unter dem Motto „Unsere Region bleibt mobil“, bei dem sich Unternehmerinitiativen aus dem Bereich Verkehr vorstellen.
