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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Chance für Menschen ohne Abschluss

02.04.2019

Oldenburg Wie kommen eigentlich Menschen ohne formalen Berufsabschluss in der Arbeitswelt zurecht? „Sie haben es nicht immer leicht“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der großen regionalen Wirtschaftskammern. Denn: „Wer sein Können nicht mit einem Zeugnis nachweisen kann, wird vielleicht unterschätzt, obwohl die Person womöglich über jahrelange Praxiserfahrung verfügt.“

Nun soll das berufspraktische Können der betreffenden Gruppe auch im Nordwesten besser sichtbar gemacht werden. Dies ist das Ziel des vom Bundesbildungsministerium geförderten Projektes „ValiKom“ (Validierung von Kompetenzen).

Drei Wirtschaftskammern ziehen dabei an einem Strang: Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer Oldenburg (HWK) und Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) werden „ValiKom“ regional umsetzen, wie sie jetzt ankündigten. Der erste Schritt ist gemacht. Die Kammern stellten das Projekt jetzt vor Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Arbeitsagenturen, Jobcentern sowie Städten und Landkreisen vor.

Und darum geht es konkret: „ValiKom“ ist ein Verfahren, mit dem berufspraktische Kompetenzen festgestellt und bescheinigt werden. Es richtet sich an Personen ab 25 Jahren, die keine abgeschlossene Ausbildung haben oder als Quereinsteiger tätig sind und über mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Deutsche, Migranten und Geflüchtete mit oder ohne Arbeit sind hier gleichermaßen angesprochen, sofern sie diese Voraussetzungen erfüllen und Deutsch sprechen.

Den Ablauf schildern die Kammern wie folgt: „Um ein Zertifikat über ihr Können zu erlangen, durchlaufen die Teilnehmer einen vierphasigen Prozess. Die Beraterinnen der Kammern stehen zu jedem Zeitpunkt als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Im Mittelpunkt steht eine so genannte Fremdbewertung: Dabei handelt es sich um Arbeitssituationen, in denen sie ihr praktisches Können und aus dem Berufsalltag unter Beweis stellen. Experten aus der Berufspraxis bewerten diese gezeigten, bisher nicht formell nachgewiesenen Talente anhand von Tätigkeitsprofilen. Dabei legen sie Inhalte der Ausbildungsrahmenpläne von vorher festgelegten Referenzberufen zugrunde. Wer das Verfahren erfolgreich durchläuft, erhält ein Kammer-Zertifikat. Es bescheinigt, dass die erworbenen beruflichen Kompetenzen mit denen von ausgebildeten Fachkräften vergleichbar sind.“

Wolfgang Jöhnk, Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung der HWK, betont die Chancen: „Das Projekt leistet einen Beitrag zur Sicherung von qualifizierten Fachkräften und erhöht gleichzeitig die Bindung zu den Beschäftigten.“

Und die IHK? „Wer ein solches Zertifikat erhält, erfährt Wertschätzung und Anerkennung“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Hildebrandt. Er sieht auch Motivation, noch den formalen Berufsabschluss nachzuholen.

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Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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