Oldenburg - Eines ist für Prof. Dr. Eckard Minx klar: Unternehmen müssen einer ständigen Erneuerung unterliegen, um sich am Markt behaupten zu können. „Nur wer sich verirrt, entdeckt die Welt“, sagte der Vorsitzende des Vorstandes der Daimler und Benz Stiftung jetzt im Alten Landtag Oldenburg vor rund 200 Gästen der „Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – Der Kleine Kreis“.
Der Experte für Zukunftsforschung und Innovationsmanagement erläuterte in seinem Vortrag zum Thema „Unternehmen im Wandel“, dass Veränderungen eine Konstante der Menschheitsgeschichte seien. Vor allem das 19. Jahrhundert sei eine bahnbrechende Epoche voller Erfindungen gewesen. Mittlerweile aber hätten sich die Innovationszyklen dramatisch verkürzt. „Wir erleben zurzeit einen wahren Innovationsrausch“, sagte Minx.
„Wir müssen lernen, nicht mehr über alles die Kontrolle haben zu können, da die Welt inzwischen zu komplex ist“, führte er weiter aus. Auf diese immer schneller werdenden Veränderungen müsse man sich vorbereiten, gerade auch als Unternehmer. Wer bestehen wolle, müsse um die Ecke denken, kreativ kombinieren und Innovation und Wissen verbinden. Daraus entstehe Neues.
Diesen Gedanken hatte auch schon Martin Steinbrecher, Vorsitzender des Kleinen Kreises, in seiner Begrüßung aufgegriffen. Zu jeder Zeit hätten Menschen nach neuen Wegen und neuen Lösungen gesucht. „Und immer wieder stand am Ende die Erkenntnis: Immer nur geradeaus funktioniert nicht. Um die Ecke denken, querdenken, gegen den Strich – das ist in der Vorwärtsbewegung immer auch ein Moment des sich Besinnens“, sagte er. Und jeder Unternehmer müsse genau dies leisten.
